Radstation Recklinghausen

Eine Idee wird Programm

Bild (v.l.n.r.) David Herz (Koordinator für Nahmobilität), Frank Lumpe (2. Vorsitzender des ADFC Vest Recklinghausen),  Klaus Uhländer (rebeq Geschäftsführer), Thomas Aehlig (Stellvertretender ADFC-Ortsgruppensprecher), Raphael Peters (Betriebsleiter der Radstation Recklinghausen), Timo Volkmer (Sozialpädagoge bei rebeq), Christoph Tesche (Bürgermeister), Peter Zipp (Architekt, PEP | ARCHITECKTEN UND STADTPLANER BDA), Volker Schäper-Beckenbach (Vorsitzender Verkehrsausschuss), Christian Bugzel (stellv. Fachbereichsleiter 56 – Jobcenter).

Die Radstation nimmt Formen an. Der bereits angebrachte blau-gelbe Schriftzug, sowie das Recklinghausen Logo zieren das schlichte Bauwerk, dass sich architektonisch gut ins Straßenbild einfügt. In einem informellen Treffen zwischen Verwaltung, Politik, dem ADFC, sowie dem Radstation-Betreiber und dem beteiligten Architekten wurde am 17.12.2021 der aktuelle Planungsstand besprochen. Die offizielle Eröffnung der Radstation ist für Februar 2022 eingeplant.

Obere Ebene - Zugang zu Gleis 1
Direkter Zugang zu Gleis 1

Im gemeinsamen Rundgang ging es über den Eingang unterhalb des Logos in das Innere der Radstation hinauf zur Gleisebene. Die Einstellplätze der Fahrräder sind leicht versetzt und bieten genügend Rangierspielraum.  Mit einer Mechanik lassen sich die oberen Stellplätze absenken, womit sich ein Rad ohne großen Kraftaufwand aufschieben lässt. Über eine elektrische Schiebetür verlässt man die Radstation direkt an Gleis 1 – für einem schnellen Umstieg auf die Bahn.

 

Obere Ebene - Büro und Aufenthaltsraum
Berufliche Chancen

Rechts von der Rampe befinden sich im dunkelgrauen Kubus-Bereich ein Büro, Aufenthaltsraum, Lager, sowie WC. Auf dieser Ebene hat Raphael Peters sein Büro, der in der Radstation Recklinghausen die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte sieht. Gemeinsam mit seinen Kollegen Klaus Uhländer und Timo Volkmer erzählt er von der zunehmenden Nachfrage nach Zweiradmechanikern (Fachrichtung Fahrradtechnik), die auch hier ausgebildet werden sollen. Auf eine enge Zusammenarbeit mit der rebeq freut auch auch Christian Bugzel vom Jobcenter: „Hier können Langzeitarbeitslose unter sozialpädagogischer Begleitung in einem Beruf Fuß fassen, der zurzeit sehr nachgefragt ist. Der Kontakt zu Kollegen und Kunden bringt Wertschätzung – das legt den Grundstein für eine reguläre Beschäftigung“.

Werkstatt - untere Ebene
Eigener Strom und Ladeschließfächer für Fahrradakkus

Hinter den Kuben führt eine Treppe in die untere Ebene. Hier befindet sich neben einem weiteren WC, ein Lagerraum, sowie eine Werkstatt. Im gemeinsamen Gespräch erläutert der Architekt Peter Zipp die baulichen Merkmale anhand seiner Planzeichnungen: „Die Radstation wird mit einer Photovoltaik-Anlage und einer Dachbegrünung auch den neuen ökologischen Anforderungen gerecht. Der erzeugte Strom wird direkt vor Ort verbraucht, womit langfristig Energie eingespart wird. Die gut gedämmten Kuben werden elektrisch beheizt, der restliche Bereich ist offen gestaltet und ist unbeheizt. Um auch E-Bike Fahrern gerecht zu werden, sind Schließfächer mit eingebauten Steckdosen geplant, in denen sich die Fahrradakkus mit selbst mitgebrachten Ladegeräten aufladen lassen.“

Geringe Kosten, großer Service

Zuletzt interessieren den Verkehrsausschussvorsitzenden Volker Schäper-Beckenbach die Nutzungskosten, sowie der Zugang zur Radstation. Hierzu erläutert Raphael Peters „Die Radstation wird über einen Zugangscode an den Eingängen betreten. Den erhält man bei der Buchung über unsere Buchungsseite. Die Preise richten sich nach der Buchungsdauer. Ein Tagesticket kostet hier 0,70 €,  ein Monatsticket 8,40 und ein Jahresticket 84 €. Diese Zugangscodes ermöglichen einen 24-Stunden Zugang zum geparkten Rad. Während der Öffnungszeiten montags bis freitags von 06.00 bis 20.00 Uhr und samstags von 09.00 bis 18.00 wird darüber hinaus persönlicher Service geboten. Wir haben selbst an Lastenräder gedacht. Auf der unteren Ebene ist Platz für 6 Lastenräder und die 288 Fahrradstellplätze verteilen sich auf beiden Ebenen.“

Bauwerk mit Symbolcharakter

„Die Radstation ist ein symbolischer Meilenstein für die Fahrradmobilität und eine große Motivation und Bestätigung für uns, die Fahrradmobilität weiterhin politisch voranzutreiben und zu unterstützen“ resümiert Volker Schäper-Beckenbach. (kk)

Fotos: Kamala Kirschner

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