Parteien starten Online-Petition gegen Coronaleugner

Recklinghausen hält im Kampf gegen die Pandemie zusammen!

Auf Anregung unseres Fraktionsvorsitzenden Holger Freitag haben sich die Vorsitzenden der Fraktionen von CDU, SPD, FPD, Die Linke und „Die Partei“ dazu verabredet unter dem Motto „Recklinghausen hält zusammen!“ Flagge zu zeigen und sich für den solidarischen Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft einzusetzen. Der Grund für die gemeinsame Initiative sind die anhaltenden Demonstrationen und die sogenannten Spaziergänge der Gegner der Corona-Maßnahmen. Diese neue Form von Protesten ist aber teilweise von populistischen oder radikal rechten Kräften vereinnahmt. Nach Meinung der Fraktionsvorsitzenden haben sie das eigentliche Ziel, die Erosion der demokratischen Prinzipien in den Rechtsstaat voranzutreiben.

Mit Unverständnis und großer Sorge betrachten daher die Vorsitzenden der Fraktionen die Demonstrationen und die montäglichen Corona-Spaziergänge durch Recklinghausen. Diese kleine Minderheit ist sehr laut und möchte mit den regelmäßigen Aufmärschen den Eindruck eines Massenphänomens erwecken. Wir wollen, so die Fraktionen, jetzt denen eine Stimme geben, die nicht auf der Straße demonstrierten. Und diese sind in der Mehrheit! Dieser Mehrheit der Menschen in unserer Stadt, die sich vernünftig, solidarisch und emphatisch verhält, wollen wir eine Stimme verschaffen, sie nicht allein lassen und zusammen mit Ihnen Flagge zeigen. Dazu haben die Ratsvertreter*innen vereinbart, eine Online-Petition einzustellen, an der sich in Kürze jede Bürgerin und jeder Bürger mit Namen beteiligen kann.

 

Hierdurch können die Bürger*innen kundtun, dass sie

  • auch weiterhin für den solidarischen Zusammenhalt der Stadtgesellschaft stehen,
  • auf die Erkenntnisse von Forschung und Wissenschaft vertrauen und die Maßnahmen zum Infektionsschutz unterstützen,
  • Verantwortung übernehmen, weil das unser aller Freiheit sichert.

Darüber hinaus wollen die Vertreter der Fraktionen eine ganzseitige Zeitungsanzeige aufgeben und auf die Petition hinweisen.

Eine weitere Überlegung ist es, eine gemeinsame Veranstaltung mit allen zivilgesellschaftlichen Gruppen, Initiativen, Vereinen und Verbänden in den nächsten Monaten durchzuführen. Wir können, so die Parteienvertreter, uns nicht gefallen lassen, dass diese Bewegung zu einem unachtsamen Umgang mit Corona führt. Infolge der Unachtsamkeit ist eine Verschlimmerung des Infektionsgeschehens zu befürchten, die unser aller Freiheit in viel größerem Maß einschränkt.

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