Foto:pixabay/Fahrradstraße

Einrichten von Fahrradstraßen: Wir rücken das Fahrrad weiter ins Bewusstsein der Öffentlichkeit

Die Allianz aus CDU, Grüne und FDP spricht sich für eine Förderung und Bündelung des Radverkehrs ohne Infrastrukturaufwand auf vorhandenen Nebenstraßen aus. Das wollen die Partner mit dem Instrument der Fahrradstraße. Das ist unkompliziert auf Basis geltenden Rechts möglich. Fahrradstraßen erleichtern das Radfahren. „Mit der Einrichtung von Fahrradstraßen wird das Fahrrad als ernst zu nehmendes Verkehrsmittel in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt und die Radlerinnen und Radler fühlen sich durch die Verkehrsplanung berücksichtigt“, so Holger Freitag. Fahrradstraßen steigern damit die Attraktivität des Fahrrades als Verkehrsmittel.

Um das zu erreichen und umzusetzen treten wir Grünen zusammen mit unseren Partnern aufs Gaspedal. Die Allianz hat die Verwaltung beauftragt, noch in 2019 zwei Fahrradstraßen einzurichten: Das sind der Frankenweg und der Ostcharweg. In der Koalition wurde zusammen mit der Fachverwaltung geschaut, wo die Einrichtung von Fahrradstraßen sinnvoll und notwendig und wo überhaupt solche möglich sind. Herausgekommen dabei ist ein umfangreiches Paket. Weitere sechs Straßen* sollen zeitnah in 2020 als Fahrradstraßen eingerichtet werden.

Die Koalition hat sich nicht nur auf einzelne Straßen, sondern zum Teil auch auf größer angelegte „Komplettwege“ geeinigt. „Wichtig ist uns bei der Einrichtung von Fahrradstraßen“, so Holger Freitag, „dass wir im Netz denken und zugleich es schaffen, die Achsen zu verbinden.“ Auf der Fahrbahn dieser ausgewählten Straßen werden zur Kennzeichnung 150 Zentimeter mal 150 Zentimeter große Fahrrad Piktogramme aufgebracht und als Wiederkehrer für alle Verkehrsteilnehmer eine blaue Linie im Seitenbereich des Straßenraums.

Die Einrichtung von Fahrradstraßen hat viele Vorteile für den Radverkehr. Die Radfahrerinnen und Radfahrer sind auf Fahrradstraßen bevorrechtigt, Kfz müssen sich unterordnen. Fahrradstraßen sind für den Radverkehr sicher, da hier Kfz nicht oder nur langsam fahren dürfen. In Fahrradstraßen werden gemeinsame Fahrten attraktiv, da Menschen mit dem Rad nebeneinander fahren dürfen und sich unterhalten können. Fahrradstraßen sind komfortabel, da der Radverkehr mehr Platz hat als auf einem Radweg. Fahrradstraßen erleichtern Radfahrerinnen und Radfahrern die Orientierung, da sie besonders geeignete Verbindungen leicht erkennbar machen. Zu guter Letzt zeigen Fahrradstraßen Radfahrenden, dass sie als Verkehrsteilnehmer anerkannt werden und wertgeschätzt werden. Sie haben damit zugleich eine motivierende Wirkung.

* 1. Paulusstraße über Kemnastraße bis zur Hertener Straße; Robertstraße; 2. Bladenhorster Straße von Henrichenburger Straße bis zur Emscher; 3. Stuckenbuschweg von Cranger Straße über Franziskaner Straße bis zur Friedrich-Ebert-Straße; 4. Behringstraße von Feldstraße bis Hellbachweg und weiter über Kölner Straße bis Grullbadstraße; 6. Beisinger Weg von Kurfürstenwall bis Zeppelinstraße und im weiteren Verlauf über Speckhornstraße, Nesselrodestraße bis zum Freibad Mollbeck.

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