Vergabeverfahren zur Radstation wegen Kostenüberschreitung aufgehoben

Chance jetzt nutzen und Umgestaltung des Bahnhofsbereiches vorziehen!

In der Konkurrenz um knappen öffentlichen Raum gewinnen die Radfahrer*innen in Recklinghausen demnächst mit der Errichtung einer RADSTATION an Boden. Nach einer Zeit des Wildwuchses tritt an die Stelle des von mit Rädern zugeparkten Bahnhofsvorplatzes bald eine ansehnliche Radstation, wo sich auch wertvollere Fahrräder gegen eine geringe Gebühr unterstellen lassen. „Die Radstation, die zukünftig neben dem Hauptbahnhof entstehen soll, macht das Radfahren gerade durch das sichere Abstellen für Pendler*innen erst zu einer realistischen Option“, so Christel Dymke.

Allerdings müssen die Fahrradfahrer*innen weiterhin Geduld aufbringen, ehe sie ihre Räder in der neuen RADSTATION unterstellen können, denn auf unsere Nachfrage bezüglich der Fertigstellung der RADSTATION erhielten wir die Information, dass die Ausschreibung zum Bau der RADSTATION vorerst von der Stadt aufgehoben wurde. Der Grund: Die wenigen Angebote, die die Stadt erhalten hatte, lagen alle weit oberhalb der eigenen Kostenschätzung. Wir nehmen zwar den Fortschritt im Radverkehr wahr, den wir durch unsere politische Arbeit erzielt haben und sehen in der kommenden RADSTATION deshalb auch einen Leuchtturm der kommunalen Radverkehrsförderung, bedauern aber zugleich, dass die Umsetzung der Radstation eine so lange Zeit beansprucht und jetzt durch den Vergabestopp weitere Zeit bis zur Realisierung vergeht. „Zumal ein Dienstleistungszentrum wie eine RADSTATION mit weiteren Service-Angeboten rund um das Fahrrad und gut sichtbar an zentraler Stelle, ein lokales Aushängeschild bilden würde“, so Holger Freitag. Damit würde die kommende RADSTATION zugleich auch zur Aufwertung des Bahnhofs und des Bahnhofsumfelds beitragen.

Warten auf die Radstation nutzen, um Straßenraumqualität zu verbessern

Unserer Meinung nach sollte daher die Zeit bis zur Findung eines geeigneten Auftragnehmers zur Bauausführung der RADSTATION jetzt genutzt werden, um die Straßenraumqualität für den Radverkehr, Fußverkehr und ÖPNV entscheidend zu verbessern. Damit die Mobilitätsbedürfnisse und –angebote in Zukunft besser aufeinander abgestimmt werden, schlagen wir vor, die Planungen zur Umgestaltung von Martini- und Springstraße nebst Einrichtung eines Kreisverkehrs in diesem Kreuzungsbereich sowie des Teils der Große-Perdekamp-Straße zwischen Kunsthalle und Bahnhof als Shared-Space-Zone vorzuziehen. Zeitgleich sollten dazu auch parallel die Planungen am Bahnhof-Süd angegangen und umgesetzt werden. Mit dem Flächen- und Immobilienerwerb durch die Stadt ist der Weg mittlerweile frei, das Gebiet neu zu ordnen, gestalterisch aufzuwerten und für eine nachhaltige Mobilität modern zu gestalten. Dazu gehört die Errichtung einer Mobilitätsstation als Bündelungspunkt, die zudem noch vom Land gefördert wird. Ein Antrag der Koalition liegt seit langem dafür vor. So wäre die Achse Bahnhof-Süd und Hauptbahnhof für die Zukunft einer nachhaltigen Mobilität gut aufgestellt.

„Im Bereich Mobilität geht es nicht nur darum, technisch besser zu werden, sondern auch den Verkehr zu reduzieren und zu verlagern“, sagt Christel Dymke. Die Achse Bahnhof-Süd und Hauptbahnhof bietet unserer Ansicht nach zugleich die Chance räumlich flexible Mobilität als Alternative zum eigenen PKW anzubieten. „Und wenn dann noch der Bau der RADSTATION zum Start der Radsaison im nächsten Jahr  fertiggestellt wird, wird nicht nur eine Idee zum Programm, sondern das Warten der Radfahrer*innen hat dann ein Ende“, so Holger Freitag.

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