Veranstaltung am 14. Juni 2019 im Rathaus zum Thema „Mobilität von Morgen – Eine neue Verkehrswende ist nötig!“mit Prof Heiner Monheim und Dr. Ute Symanski

Zur Auftaktveranstaltung zum Thema „Mobilität von Morgen“ laden die Grünen am Freitag den 14. Juni 2019 alle interessierten Bürger ins Recklinghäuser Rathaus ein. „Wir verspüren zunehmend den Wunsch aus der Bevölkerung für eine grundlegende Verkehrswende“, so Holger Freitag. Diesen Wunsch wollen die Grünen ab 17 Uhr im Ratssaal nachkommen und zusammen mit den Referenten Prof. Heiner Monheim und Dr. Ute Symanski und mit den Gästen ins Gespräch kommen. Ziel ist es, gemeinsam Wege für eine Verkehrswende für Recklinghausen aufzuzeigen.

„Ständig sind wir in Bewegung, unterwegs zur Arbeit, zum Einkaufen, zu Freunden, zu Terminen. Unsere Bedürfnisse, komfortabel und schnell von A nach B zu kommen, verändern sich kontinuierlich“, berichtet Volker Schäper, verkehrspoltischer Sprecher. Doch die Entwicklung neuer Mobilität steckt nach Meinung der Grünen seit Jahren im Stau: Schlechte Luft, Lärm, Unfälle und die Abhängigkeit vom Auto geht zulasten unserer Gesundheit, unserer Lebensqualität gehen. „Deshalb muss Mobilität neu gedacht werden,“ fordert Holger Freitag. Die Grünen verweisen auf Kommunen und Städte, die weltweit und in Deutschland bereits die richtige Richtung einschlagen. „Städte in ganz Deutschland überlegen zurzeit, wie Mobilität besser organisiert werden kann“, so Holger Freitag weiter, „ nur in Recklinghausen scheint das aktuell kein Thema zu sein, denn der motorisierte Individualverkehr wird nicht angetastet.“

Wenn wir eine umweltfreundliche Mobilität für Menschen und Güter sicherstellen wollen, geht das nach Vorstellungen der Grünen in Zukunft nur mit weniger Autos in der Stadt. Denn das knappste Gut einer Stadt ist die Fläche. Durch Straßen und Parkraum beansprucht der Verkehr einen enormen Teil dieser Fläche.

„Der Schlüssel zu einer Erhöhung der Lebensqualität“, so Volker Schäper, „liegt in einer neuen Ausrichtung der Mobilität.“ Die Grünen fordern darum, innerstädtischer Verkehr in Zukunft klimafreundlicher und effizienter zu organisieren. Die Stadt muss festlegen, welchen und wie viel Verkehr sie möchte. Sichere Radwege führen zum Beispiel zu mehr Fahrradverkehr. Straßenbahnen und Busse machen den öffentlichen Verkehr attraktiver. Es gilt, bessere und umweltfreundliche Mobilitätsangebote zu schaffen. „Letztlich geht es nicht darum, Mobilität einzuschränken, sondern intelligent zu steuern“, so Holger Freitag, „und hierbei bieten die neuen Technologien die notwendige Voraussetzung.“

Welche Angebote müssen dazu ausgebaut und sinnvoll ergänzt werden? Wie stärken wir den öffentlichen Nahverkehr? Wie funktioniert das Zusammenspiel, wenn Verkehrsteilnehmer für die Erreichung ihrer Ziele das Verkehrsmittel Ihrer Wahl nehmen? Wie schärfen wir das Bewusstsein für das Rad als selbstverständliches Transportmittel für Personen und Güter? Wie gelingt es uns, neue Angebote zu schaffen und in ein zukunftsfähiges Mobilitätssystem zu integrieren?

Diese und weitere Fragen, sollen auf der Veranstaltung behandelt und beantwortet werden. Die Veranstaltung will einen Dialog anstoßen und mit den Bürgern der Stadtgesellschaft.ins Gespräch kommen. Adas Ziel ist, die Menschen vor Ort miteinander in einen Austausch zu bringen, wie die Verkehrswende in unserer Stadt aussehen soll.

 

Programm: 16:45 Uhr Get together / langsam ankommen – 17:00 Uhr Eröffnung und Einspielfilm – 17:05 Uhr Begrüßung durch Holger Freitag, Fraktionsvorsitzender – 17:10 – 17:45 Uhr Vortrag „Verkehrswende für Recklinghausen: Wege zu einer nachhaltigen Mobilität“ Vortrag von Prof. Dr. Heiner Monheim, Stadt- und Verkehrsplaner – 17:50 – 18:10 Uhr Beitrag „Mobilitätswende im Straßenverkehr – mehr Radentscheide für NRW“ Beitrag von Dr. Ute Symanski, Vorsitzende RADKOMM e.V. – 18:15 Uhr Pause, Essen und Erfrischungen, Plaudern, Kontakte knüpfen – 18:45 Uhr Gespräch/Diskussion mit den Referenten und mit Vertretern der Stadtgesellschaft unter Einbeziehung des Publikums und Sammlung von Vorschlägen zum Thema „Bausteine für eine Verkehrswende in Recklinghausen“

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