Startschuss für die neue Radstation am Bahnhof

Im Oktober 2021 soll sie fertiggestellt sein! Jetzt viel endlich der Startschuss für die neue Radstation am Hauptbahnhof.

Für den Betrieb der Fahrradstation konnte die rebeq, ein Tochterunternehmen der Arbeiterwohlfahrt, gewonnen werden, die unter anderem bereits die Radstationen in Marl, Gladbeck, Dorsten und Castrop-Rauxel betreut und somit entsprechende Erfahrungen mitbringt. „Wir wollen auch in Recklinghausen unser Konzept in Kooperation mit dem Jobcenter umsetzen, das Langzeitarbeitslosen die Möglichkeit gibt, sich zu orientieren“, sagt rebeq-Standortleiterin Felicia Kneist. Geplant ist ein Mehrschichtbetrieb unter Anleitung eines Zweiradmechaniker-Meisters und einer sozialpädagogischen Fachkraft. Die Nutzer*innen dürfen sich auf ein Rundum-sorglos-Servicepaket freuen.

Die Radstation neben dem Bahnhof bietet Platz für 300 Drahtesel und hat einen direkten Zugang zum Bahnsteig. Nutzer*innen dürfen sich auf E-Bike-Ladestationen, eine Werkstatt, Schließfächer, Mieträder und spezielle Abstellmöglichkeiten für Lastenräder freuen. Durch eine automatische Zugangssteuerung ist ein 24-Stunden-Betrieb gewährleistet.

Der Koalition, insbesondere Bündnis 90/Die Grünen war es wichtig, in Recklinghausen dem Umweltverbund eine zeitgemäße Radstation bieten zu können. Die Verkehrswende wird nur gelingen, wenn wir tatsächlich ein attraktives Angebot machen“, erklärte Volker Schäper, Grüner Ratsherr und Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Tiefbau und Mobilität. Das sieht auch der städtische Nahmobilitätsbeauftragte David Herz so: „Wir arbeiten auf verschiedenen Ebenen intensiv daran, die Bedingungen für den Radverkehr in unserer Stadt zu verbessern. Die Radstation ist ein wichtiger Baustein in unserer Strategie. Gute Radwege und Radstraßen sind wichtig, die Leute wünschen sich aber insbesondere auch Möglichkeiten, ihr Fahrrad komfortabel und sicher abstellen zu können.

Die Station neben dem Hauptbahnhof wird als zweigeschossiges Gebäude in Stahlbetonbauweise errichtet und erhält eine offene Stahllamellenhaut. Für die Mitarbeiter*innen des Betreibers werden Sozialräume eingerichtet. Auch die Rampe, die den Parkplatz neben dem Rathaus mit dem Gleis 1 verbindet wird durch die Bahn ertüchtigt.

Das Projekt hatte sich im vergangenen Jahr leider verzögert, weil die erste Ausschreibung der Rohbauarbeiten deutlich über den von der Stadtverwaltung kalkulierten Gesamtkosten lag und aufgehoben werden musste. Der zweite Anlauf brachte schließlich ein Ergebnis, das knapp unter dem Budget lag.

Auswirkungen auf die Gesamtkosten hat das aber nicht, weil Einsparungen beim Rohbau aufwendigere Gründungsmaßnahmen und schwierige Bodenverhältnisse gegenüberstehen. Insgesamt werden für die neue Radstation Kosten in Höhe von 1,7 Millionen Euro veranschlagt. Das Land fördert das Projekt mit 295.000 Euro.

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