Foto:pixabay/Fahrrad/Citibike

Schlechteres Klima für Radfahrer auch in Recklinghausen: Wir fordern endlich in der Planung dem Umweltverbund Vorrang zu gewähren

Das Ergebnis des ADFC-Fahrradklimatest für Recklinghausen ist zwar nicht repräsentativ, es zeigt aber unserer Meinung nach eine Stimmung, die auch für unsere Stadt zutrifft. „Immer mehr Menschen interessieren sich fürs Radfahren, aber immer mehr sind auch in Recklinghausen unzufrieden mit den Bedingungen dafür“, so Volker Schäper und ergänzt:“ Viele Fahrradfahrer*innen fühlen sich auf unseren Straßen unsicher, durch falschparkende Autos auf Fahrradwegen, ungünstige Baustellenführungen und Ampelschaltungen, die Radfahrende ständig ausbremsen.“

Auch wir Grüne sind darum mit dem Ergebnis des ADFC-Fahrradklimatest unzufrieden. Auch weil wir immer wieder die Radverkehrsförderung über die Jahre eingefordert haben und hierzu reichlich Anträge zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur gestellt haben. Nur die Umsetzung der Anträge lässt nach wie vor auf sich warten und verläuft in der Regel sehr schleppend oder wird ausgebremst. Wir fordern daher endlich ein Umdenken und die Verwaltung auf, in der Planung den Umweltverbund Vorrang bei der Abwägung zu gewähren. „Dabei ist es ganz entscheidend“, so Holger Freitag, „dass die Stadt in erster Instanz dem Fahrradverkehr mehr Platz zuweist, um sicher auf Recklinghäuser Straßen fahren zu können.“

Die Stadt sollte nach unserer Ansicht zugleich auch darauf setzen, das Bewusstsein für das Rad als selbstverständliches Transportmittel für Personen und Güter zu schärfen. Unverständlich für uns ist es daher, dass das mit Personal gut ausgestattete Presseamt in Zusammenarbeit mit der Abteilung Marketing bisher nicht mit Werbe- und Aufklärungskampagnen und kreativen Aktionen mehr Menschen zum Radfahren bewegt hat.

„Wir würden uns freuen“, so Holger Freitag“, wenn der Bürgermeister sich nach dem wiederholt schlechten Abschneiden der Stadt beim ADFC-Fahrradklimatest sich nun an die Spitze der Bewegung setzen würde und der hoffentlich bald neu eingestellte Mobilitätsbeauftragte der Stadt mit genügend Kompetenz ausgestattet wird, um in allen Bereichen der Verwaltung hineinwirken zu können, damit Mobilität in unserer Stadt in Zukunft besser organisiert werden kann.“

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