Rodungen entlang der A43: Wir wollen von Straßen.NRW Antworten auf Neupflanzungen von Bäumen

 

Die A43 wird – wie mittlerweile bekannt – zwischen Recklinghausen und Bochum auf sechs Spuren ausgebaut.  Das insgesamt 800 Millionen Euro teure Bauprojekt soll den Verkehr im Ruhrgebiet auf Dauer entlasten. Darauf müssen die Autofahrer aber noch lange warten. Fertiggestellt werden soll der Ausbau frühestens im Jahr 2023. Vorher müssen sich Pendler auf viele Staus auf der A43 einstellen.

Um Platz für den Ausbau zu schaffen, wurden großflächig Bäume abgeholzt. Die Rodungsarbeiten entlang der A43 sind mittlerweile abgeschlossen. Auf 70.000 m² musste Gehölz für den sechsspurigen Ausbau weichen – und das auf dem Abschnitt zwischen der Straße Am Leiterchen im Süden und der Westerholter Straße im Norden. Das entspricht einer Fläche von zehn Fußballfeldern. Zuständig für den Rückschnitt sind die Straßenmeistereien, die private Unternehmen mit dem Roden der Bäume beauftragen. Anders als in den Vorjahren soll Straßen NRW jedoch erstmals private Firmen per Ausschreiben aufgefordert haben, Angebote einzureichen. „Wer am meisten zahlte, durfte die Bäume fällen“, sagt Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Nabu in NRW. „Es handelt sich nämlich für beide Seiten um ein sehr lukratives Geschäft.“ Die Firmen dürfen die abgesägten Stämme behalten und weiterverkaufen. Und Straßen NRW spart Kosten ein, die angefallen wären, wenn die Behörde selbst gefällt hätte.

Sollen aber auch wieder dort wo Bäume waren, künftig auch wieder welche wachsen? Diese und andere Fragen wollen wir gerne vom Landesbetrieb Straßen.NRW beantwortet haben. Dazu haben wir einen Fragenkatalog unter der Überschrift „Bilanzierung  von Rodungen  und  Neuanpflanzungen von Straßenbegleitgehölzen sowie Ausgleichs-/Ersatzflächen für Wald-/Gehölzverluste außerhalb der Verkehrsflächen in RE“ erstellt,  den wir der Behörde nun mit folgenden Fragen zugesandt haben:

 

 

  1. Wie stellt sich der Wald-/ Gehölz- und Einzelbaumverlust in RE dar (getrennt nach Straßenbegleitgrün und Flächen außerhalb der derzeitigen Verkehrsanlagen)?
  2. Wie groß sind die durch Straßen.NRW vorgesehenen Neupflanzungen von Gehölzen / Bäumen auf Böschungen und sonstigen BAB-Flächen („Straßenbegleitgrün“) nach dem Ausbau der A43?
  3. Wo in Recklinghausen beabsichtigt Straßen.NRW auf welchen Flächen Ausgleichs-/ Ersatzpflanzungen außerhalb des Straßenbegleitgrüns vorzunehmen? Welchen Umfang haben diese Flächen insgesamt?
  4. Wenn keine Nachpflanzungen bzw. Ersatzmaßnahmen auf Recklinghäuser Ausgleichsflächen erfolgen, wo wird Straßen.NRW dann entsprechende Nachpflanzungen vornehmen?
  5. Welche sonstigen besonderen Lebensräume gehen auf Recklinghäuser Stadtgebiet verloren, und wie werden diese Verluste kompensiert?

 

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