Foto: pixabay/ Baumstamm/ Waldboden

Rettung des Baumbestandes: Grüne fordern mehr Mittelbereitstellung

Bereits 2018 war der Sommer sehr heiß und trocken. „Die Folge war, das der Baumbestand in unserer Stadt darunter sehr gelitten hat, “ so Holger Freitag. Auch in diesem Jahr ist viel zu wenig Regen gefallen, die Temperaturen im Juli waren darüber hinaus extrem und die ersten Bäume mussten aufgrund von Hitzeschäden bereits gefällt werden. Die Grünen verweisen darauf, dass die Stadt auf ihrem Gebiet über einen umfangreichen Baumbestand verfügt und der Kommunale Service Betrieb alleine die Bewässerung aller Bäume mit seinem vorhandenen Personal und der Ausstattung nicht bewerkstelligen kann. Auch die lobenswerte Unterstützung durch die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr reicht nicht aus, um den gesamten Baumbestand zu bewässern.

Daher sollten nach unserer Ansicht kurzfristig und in der Zukunft Maßnahmen ergriffen werden, die zur Erhaltung und Sicherung des Recklinghäuser Baumbestandes beitragen. In einem Antrag an den Rat fordern wir daher kurzfristig dem stadteigenen Kommunalen Service Betrieb Recklinghausen (KSR) außerplanmäßige Mittel zur Verfügung zu stellen, um Kapazitätsengpässe in der Bewässerung durch die Vergabe an Fremdfirmen zu kompensieren, soweit der KSR hierzu mit eigenen Mitteln nicht in der Lage ist. Erforderliche Vergabeverfahren sollten dabei nach unserer Ansicht soweit wie irgend vertretbar zeitlich gestrafft werden.

Mittelfristig soll nach unseren Vorstellungen für die kommenden Jahre vorsorglich entsprechende Mittel in den Haushalt eingestellt werden. „Daneben erscheint es sinnvoll, die Überlebenschancen des Bestandes, da wo es möglich ist“, so Holger Freitag, „durch geeignete standortver-bessernde Maßnahmen wie Vergrößerung der Pflanzscheiben, oder das Nachrüsten von gegebenenfalls auch automatisierten Bewässerungs-möglichkeiten zu vergrößern.“ Für zukünftige Neupflanzungen beantragen wir darüber hinaus grundsätzlich Bewässerungseinrichtungen sowie spezielle Substratbeimengungen zur Verbesserung der Wasserspeicherkapazität.

Die in unserem Antrag geforderte Haushaltsmittelbereitstellung im erforderlichen Umfang soll schließlich auch zu einer kurzfristigen Erstellung eines entsprechenden Handlungskatasters (ggf. durch Externe) führen sowie die Durchführung entsprechender Maßnahmen auf Grundlage des bereits heute dem Kommunalen Service Betrieb und der Verwaltung bekannten Handlungsbedarfs ermöglichen.

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