Foto:pixabay/Schiff, Haffen

Recklinghausen sicherer Hafen

Die Gastkirche hatte vor ein paar Wochen zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Seenotrettung im Mittelmeer eingeladen. Die Eindrücke aus der Veranstaltung sowie die persönlichen Erzählungen führten zur Einsicht, auch etwas in Recklinghausen zu tun. Nun stellt die Gastkirche einen Bürgerantrag „Recklinghausen soll sicherer Hafen werden“. Wir begrüßen und unterstützen das Ansinnen , mehr Flüchtlinge in unserer Stadt aufzunehmen.

Im Gegensatz zur europäischen Abschottungspolitik und der Blockade der EU-Staaten setzen sich mittlerweile zahlreiche zivilgesellschaftliche, landes- und kommunalpolitische Akteure in ganz Europa für die Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen ein. Gerade die Kommunen zeigen ihre Solidarität und Verantwortung. Immer mehr von ihnen erklären sich zu Sicheren Häfen für Geflüchtete. Das soll auch der Bürgerantrag der Gastkirche bewirken

Seit Herbst 2018 haben sich mehr als 62 Kommunen in Deutschland zu Sicheren Häfen erklärt – und ständig kommen neue hinzu (Stand: 27.06.19). Auch wenn die jeweiligen Erklärungen unterschiedlich weit gehen, zeigen die Ratsbeschlüsse, dass sich Städte, Gemeinden und Landkreise gegen das Sterben im Mittelmeer und die Kriminalisierung der Seenotretter*innen engagieren.

Als zivilgesellschaftliche Partei stehen wir für Solidarität mit Menschen auf der Flucht und Bewegungsfreiheit. In über 100 Städten und Gemeinden setzen sich Gruppen dafür ein, dass sich ihr Ort zum Sicheren Hafen macht. Dies bedeutet unter anderem, dass die Stadt aus Seenot gerettete Menschen zusätzlich zur ohnehin bestehenden Quote aufnimmt, einem Städtebündnis Sicherer Häfen beitritt und/oder die Patenschaft für eine Seenotrettungsorgansation übernimmt.

Verwandte Artikel