Neue Stolpersteine zur Erinnerung an die Familie Tepper

 

Markus und Ettel Änne Tepper lebten mit ihren Kindern Fanny, Ruth und Max in Recklinghausen an der Herner Straße 8a. Hier führte die Familie einen Altwarenhandel. In der Pogromnacht 1938 wurden Geschäft und Wohnung der jüdischen Familie zerstört. Markus Tepper wurde 1940 im KZ Sachsenhausen ermordet. Seine Frau Ettel wurde im KZ Stutthof bei Danzig zusammen mit der Tochter Fanny ermordet. Einzig Ruth konnte über Umwege und mit einem Flüchtlingsschiff Palästina erreichen. Im Hafen von Haifa angekommen, erfuhren sie dann , dass die britische Besatzungsmacht die Flüchtlinge nicht an Land lassen wollte und das Schiff weiter fahren sollte. Die israelische Untergrundgruppe Haganah wollte darauf hin das Flüchtlingsschiff seeuntauglich machen und legte an der Schiffswand eine Sprengladung an. Nach der Explosion sank das Schiff aber sehr schnell und alle Passagiere starben. So auch Ruth. Im März soll durch Setzung weiterer Stolpersteine am ehemaligen Wohnhaus der Familie Tepper, an der Herner Straße 8, an die ehemalige Recklinghäuser Familie erinnert werden.

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