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Kunstmeile soll sichtbar und erlebbar werden: Ideen werden gesucht

Der Radweg auf der stillgelegten Zechenbahntrasse vom Hellbach bis zur Friedrich-Ebert-Straße wird allgemein als „Kunstmeile“ bezeichnet und als solche auch ausgewiesen. Einmal weil die Länge dieser Strecke des Radweges genau eine Meile beträgt und zum anderen weil dort die Kunstwerke des Berliner Künstlers Michael Sailsdorfer aufgestellt wurden. Vor genau fünf Jahren wurde ein Grüner Antrag „Einrichtung einer Kunstmeile“ beschlossen und mit einem Wettbewerb, bei dem die „Mückenhäuser“ von Sailsdorfer sich durchgesetzt haben, umgesetzt. Leider hat die Kunstmeile nach wie vor ein Problem: Sie ist für viele nicht erkennbar und die wenigsten Menschen wissen davon.

Das wollen wir ändern und haben dazu einen Antrag eingebracht, die Kunstmeile sichtbarer und erlebbarer zu machen. Denn die fünf „Mückenhäuser“ sind nur sparsam auf der Strecke verteilt. Darüber hinaus fehlt es entlang der Radstrecke an Pflege, an Bänken, an Grün und an der Aufenthaltsqualität allgemein.

Eine neue Gelegenheit zu Gestaltung bietet nun die neue Unterquerung der Bahnstrecke an der Herner Straße. Die Durchlässigkeit zum Verbindungsstück der Kunstmeile ist damit gewährleistet. So könnte man die Tunnelfläche mit bei der Gestaltung einbeziehen. Um die Kunstmeile aber als Kunstmeile wahrzunehmen wäre es wünschenswert weitere Kunstwerke dort aufzustellen, Markierungen auf dem Boden und entlang der Strecke anzubringen oder mit Lichtleisten zu experimentieren.

Gleichfalls sollten Initiativen mit bei der Gestaltung eingebunden werden. Das schafft Identifikation mit einem solchen Projekt. Erste Gespräche gibt es bereits mit der Initiative „Schicht im Schacht. Ehemalige Bergleute der Zeche Blumenthal haben mit Unterstützung der Künstlerin SARIDI Fotos erstellt, die hervorragend geeignet sind, Teil dieser neuen Gestaltung zu werden.

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