Grüner Antrag: Kunst aus der Spraydose

 

Die Grünen würdigten in diesem Jahr die künstlerische Arbeit des Grafikers, Künstlers und Graffiti Sprayers, Markus Becker alias „Herr Orm“. Markus Becker wurde von uns für sein fortwährendes Bemühen, der Street-Art als Kunstgenre eine größere öffentliche Beachtung verschafft zu haben, mit dem Kulturkaktus 2016 ausgezeichnet. Hieraus wuchs die Idee, ein Graffiti und Street Art Festivals in Recklinghausen durchzuführen.

Die Grünen fordern nun in einem Antrag die Verwaltung dazu auf, ein solches Graffiti und Street Art Festivals zu konzipieren und durchzuführen. Naheliegend für uns war dabei auch die Einbindung der Partnerstädte. So zielt die Absicht unseres Vorhabens darauf, Szenegrößen und Newcomer aus den Partnerstädten im Rhythmus von zwei Jahren nach Recklinghausen einzuladen, um vor Ort ein entsprechendes Werk zu gestalten. Die Besucher sollten dabei zugleich die Gelegenheit erhalten, den Entstehungsprozess – von der leeren Wand bis zu dem fertigen Werken – live verfolgen zu können.

Die Kunsthalle ist dafür besonders geeignet, um ein solches Festival zu begleiten und verantwortlich durchzuführen. „Ideal wäre bei diesem Projekt“, so Holger Freitag, „ eine Zusammenarbeit von verschiedenen Fachbereichen unserer Stadt.“ So können wir uns vorstellen, dass bei der Vorbereitung zu diesem Festival, das Institut Die Brücke und die Stadtmarketing GmbH die Kunsthalle bei der Umsetzung eines Graffiti und Street Art Festivals unterstützen und strategische, logistische und materielle Hilfen leisten.

In Zusammenarbeit und Absprache mit den verantwortlichen Personen des Kulturbereiches in den Partnerstädten sollte schließlich eine Auswahl der Künstler getroffen werden. Das Kriterium: Die eingeladenen Künstler sollten innerhalb der unterschiedlichen Graffiti und Street Art Richtungen einen besonderen Stil sowie eigene Techniken und Strategien entwickelt haben, die zu unverkennbaren Markenzeichen wurden. Ob letztendlich im Rahmen dieses Festivals dann freie Haus- oder Mauerflächen in den Quartieren für ein Werk zur Verfügung gestellt werden oder ob eine temporäre Ausstellung infrage kommt wie z.B. die Wände der Kunsthallenräume zu bearbeiten, sollte in der Entscheidung der Kunsthallenleitung liegen.

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