Grün- und Freiräume in Recklinghausen: Grüne fordern ein zeitgemäßes Grün- und Freiraumkonzept

Ein Grün- und Freiraumkonzept lässt in Recklinghausen immer noch auf sich warten. Nach unserer Ansicht wird es dringender denn je, ein solches zeitgemäßes und aktuell angepasstes Konzept zu erstellen, das richtungsweisend für die Grün- und Freiraumentwicklung in Recklinghausen sein sollte. „Es sollte nicht nur zur Sicherung und Entwicklung der bestehenden Grün- und Freiräume in unserer Stadt dienen, sondern auch die Schaffung neuer Grün- und Freiräume, die Generierung von Mehrwert durch die Vernetzung von Grün- und Freiräumen als auch die Festsetzung von Standards für mehr Qualität in der Grünraumplanung der Stadt beinhalten“, fordert Holger Freitag.

Wir sind davon überzeugt, dass ein Grün- und Freiraumkonzept die Stärkung und Aufwertung der Wohn- und Lebensqualität aller Bürger*innen in unserer Stadt fördert. Gesichert und weiterhin unantastbar bleiben sollten unbedingt für die Erholung und den Naturschutz bedeutende Flächen in unserer Stadt wie z.B. das Erholungsgebiet der Mollbeck, der Hohenhorster Wald, die Hohenhorster Heide, die Brandheide und der Becklemer Busch. „Grün- und Freiräume sind für die Lebensqualität der Menschen in unserer Stadt von besonderer Bedeutung und erfüllen eine Vielzahl von wichtigen Funktionen“, erklärt Christel Dymke. Aus diesem Grunde ist es unserer Ansicht nach vorrangig, bestehende Grünflächen und Freiräume in der Stadt zu stärken und weiter zu entwickeln, damit zum einen die Qualität dieser Flächen sowie die Lebensqualität der Bürger*innen gesteigert wird.

Für uns ist zudem das Thema der Vernetzung von qualitativ hochwertiger Grün- und Freiräume von unterschiedlicher Ausprägung wichtig. Große Freiraumgebiete, Parks, kleinere ökologisch bedeutende Flächen, Straßen mit Grünelementen – sie alle sollten in einem Grün- und Freiraumkonzept  miteinander verbunden werden. „So eine Vernetzung trägt aber nicht nur zu attraktiven fußläufigen Wegen der Stadt bei, sie steigert auch die Aufenthalts- und Erholungsqualität im direkten Wohnumfeld und wirkt sich positiv auf das Stadtklima aus“, so Christel Dymke. So eine Freiraumvernetzung stellt zugleich sicher, dass auch mobilitätseingeschränkte Personen Zugang zu qualitätsvollen Aufenthaltsräumen in ihrem Nahbereich finden.

Wichtig finden wir darüber hinaus die Mehrfachnutzung als zusätzliches Potenzial für den Grünraum. Private Grün- und Freiräume sowie Flächen im Kommunalbesitz wie Sportanlagen sollten vermehrt, im Sinne von Ressourcenschonung und Grünraumgerechtigkeit, mehreren Nutzer*innenkreisen zur Verfügung stehen. „Gerade im dicht bebauten Stadtgebiet können durch Mehrfachnutzung von Flächen bestehende Defizite in der Versorgung mit Grün- und Erholungsräumen gemindert werden“, meint Holger Freitag. In Zukunft, so unser, sollten die Bürger*innen daher noch mehr Chancen bekommen, sich aktiv am Stadtleben zu beteiligen. Denn die Ortskenntnisse und Kreativität der Bürger*innen bringen nach Ansicht der Grünen ein hohes Maß an Qualität und Identität für Grün- und Freiträume, bei Planungsprozessen als auch bei der Umsetzung von Bürgerprojekten wie z.B. Urban Gardening.

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