Foto:Freitag

Geplante Siedlung am Beisinger Weg umstritten.

Eine rund 1,8 Hektar große landwirtschaftliche Fläche soll einer Wohnbebauung weichen. Die Fläche wird vom Beisinger Weg, der Eduard-Pape-Straße, Zeppelinstraße und der Josef-Wulff-Straße umschlossen. Die van Drunen  GmbH möchte dort dreizehn Ein- und Mehrfamilienhäuser  errichten. Da die Fläche aber in einem sensiblen Freiflächenbereich liegt, stellt sich natürlich die Frage nach den Auswirkungen auf das Stadtklima, sollte dort das Bauvorhaben umgesetzt werden.

Im gültigen Bebauungsplan ist die Fläche für Landwirtschaft vorgesehen. Das wirft natürlich Fragen auf und erschwert zusätzlich die Realisierung für den Bauträger. Zumal die Verwaltung lange Zeit damit argumentiert hatte, dass diese Fläche nicht für Wohnbebauung zur Verfügung steht.

Die Parteien hatten im Stadtentwicklungsausschuss zusammen mit uns Bedenken und stellten das Vorhaben zunächst zurück. Da in diesem Bereich – neben der Fläche am Beisinger Weg – weitere Grünflächen und landwirtschaftliche Flächen vorzufinden sind, wäre zunächst erst einmal zu klären, was in Zukunft mit den restlichen Flächen passieren soll? Wie garantieren wir die Kaltluftzufuhr? Wie wollen wir in Zukunft mit unseren Freiflächen umgehen? Wo ziehen wir zum Erhalt unserer Freiflächen eine rote Linie, um eine Versiegelung über Maßen zu verhindern? 

Dazu haben wir nun zusammen mit unseren Koalitionspartnern für den kommenden Rat einen Antrag gestellt, der die Verwaltung unter Berücksichtigung der aufgeworfenen Fragen beauftragt, ein Gesamtkonzept für das gesamte Areal zu erstellen. Bis dahin muss das Bauvorhaben ruhen.

Verwandte Artikel