Foto:pixabay/Flüchtlingskinder

Geflüchtete Minderjährige aus Griechenland: Wir haben Platz in unserer Stadt

Die Situation für geflüchtete unbegleitete Minderjährige in den Lagern in Griechenland ist nach wie vor katastrophal und widerspricht allen Regeln und Vorgaben des Kinderschutzes. Griechenland hat daher vor einiger Zeit die anderen EU-Staaten um Hilfe gebeten. Derzeit leben in Griechenland mindestens 4.100 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und täglich kommen neue hinzu.

Es gibt allerdings nur ca. 1.000 kinder- und jugendgerechte Unterbringungsplätze. Der Rest lebt unter katastrophalen Bedingungen auf der Straße, in Flüchtlingslagern für Erwachsene oder in den Hotspots auf den griechischen Inseln. Viele sind ungeschützt vor Gewalt, leiden an mangelhafter Versorgung und erhalten kaum anderweitige Unterstützung.

Die Bundesrepublik hat zusammen mit Luxemburg einen Anfang gemacht und die ersten 50 geflüchteten Minderjährigen nach Deutschland geholt. Allerdings waren das Kinder und Jugendliche die sowieso im Rahmen der Familienzuführung zu uns kommen durften.

„Wir haben in unserer Stadt genügend Platz für unbegleitete minderjährige Geflüchtete aus Griechenland, um diese bei uns aufzunehmen und ihnen so den notwendigen Schutz zukommen zu lassen“, so Christel Dymke. Auch Recklinghausen sollte daher einen Beitrag leisten. Deshalb soll der Rat entscheiden, dass die Stadt vorerst circa zehn unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnimmt. Die Stadt sollte dazu vom Land NRW in diesem Zusammenhang eine analoge finanzielle Unterstützung wie bei der Aufnahme generell von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen beantragen.

Wir erinnern in diesem Zusammenhang daran, das Recklinghausen 2019 dem Bündnis „Sichere Häfen“ beigetreten ist. „Damit erklärte sich unsere  Kommune bereit, weitere Flüchtlinge aufzunehmen, die aus Seenot gerettet wurden“, so Holger Freitag.

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