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Frauentag: Lasst uns über Geld sprechen!

Frauen verdienen noch immer rund 20 Prozent weniger als Männer; 77 Prozent aller Frauen zwischen 30 und 50 Jahren haben ein eigenes Nettoeinkommen von weniger als 1.500 Euro; sie sind um ein Vielfaches von Armut bedroht. Darum wollen wir am internationalen Frauentag über Geld reden. Denn warum insbesondere Alleinerziehende, Geschiedene, Rentnerinnen und Frauen mit Migrationsgeschichte armutsgefährdet sind, hat Gründe. Frauen hatten nämlich lange keinen eigenen Zugang zu Geld und zu bezahlter Arbeit. Erst 1962 durften Ehefrauen in Deutschland ein eigenes Konto eröffnen und erst 1977 ohne Erlaubnis ihres Mannes arbeiten.

Frauen, die besser verdienen werden zwar mehr. Doch bei unbezahlter Arbeit, bei Pflegearbeit, tragen Frauen noch immer die Hauptlast. Feminismus ist natürlich mehr als die Forderung nach mehr Geld. Der Kampf für gleiche und faire Bezahlung ist aber letztlich ein Kampf für Unabhängigkeit, nämlich selbstbestimmt im Job und in Beziehungen leben zu können. Geld ist ein Machtfaktor. Wir wollen darum für Frauen sowohl gleich viel Geld wie Männer und insgesamt ein soziales Wirtschaften!

Historie: Zugang von Frauen zu Arbeit und Geld:

Bis 1958: Ehemänner verwalten den Lohn ihrer Frauen. 1958: Frauen dürfen ihren Führerschein ohne Erlaubnis des Ehemanns machen. 1962: Frauen dürfen ein Konto eröffnen. 1969: Verheiratete Frauen werden als geschäftsfähig angesehen. 1977: Frauen dürfen ohne Erlaubnis des Ehemanns arbeiten. 1992: Frauen dürfen nachts arbeiten. 2004: Die erste Frau schafft es in den Vorstand eines der 30 größten Dax-Unternehmen. 2015: Die Frauenquote für Dax-Unternehmen wird beschlossen.

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