Fahrradabstellanlagen statt Parkplätze im Eingangsbereich der Altstadtschmiede

Vor Kindertagesstätten und vor Schulen hat mittlerweile die Einsicht bei den städtischen Verantwortlichen stattgefunden, dass dort ein absolutes Halteverbot herrscht und Parken davor ausgeschlossen ist. Anders verhält es sich aber vor Jugendeinrichtungen. Insbesondere vor der Altstadtschmiede im Stadtzentrum gilt das nicht. Was einen schon verwundert. Denn hier parken gegenüber der Jugendeinrichtung links der Kellerstraße die Autos Stoßstange an Stoßstange und auf der restlichen engen Fahrbahn bewegt sich ein reger Parksuchverkehr am Eingang der Altstadtschmiede vorbei. „Das bis jetzt noch niemand unter die Räder gekommen ist verwundert und ist offensichtlich auch nur eine Frage der Zeit bis hier etwas geschieht“, meint Holger Freitag.

Wir mahnen darum zu einem Umdenken und sehen in einem  verkehrsberuhigten Umbau der Straße eine angemessene Lösung. Wir sprechen uns  für die Abschaffung der Parkplätze vor der Altstadtschmiede aus und fordern stattdessen auf den dann frei gewordenen Flächen Fahrradabstellanlagen zu installieren, die von den Besuchern der Einrichtung genutzt werden könnten. Das Soziokulturelle Zentrum ist sowohl in den Mittagsstunden als auch am Abend gut besucht: Ob Kinder- oder -Jugendgruppe, Musik- oder Kleinkunstveranstaltung, alle Besucher versammeln sich meist vor Beginn von Veranstaltungen und in Pausen vor der Fläche des Eingangs zum Soziokulturellen Zentrum und stehen dann auch nah an der engen Fahrbahn. „Das gut frequentiere Haus braucht dringend einen sicheren Bereiche vor seiner Tür und eine vor dem Haus entsprechende und angemessene Aufenthaltsqualität“, so Christel Dymke.

Wir erinnern in diesem Zusammenhang an das vor einiger Zeit vom Rat in Auftrag gegebene Altstadtverkehrs-Gutachten, das durch ein renommiertes Büro die Bereiche Radverkehr, Lieferverkehr, Parksuchverkehr und Anliegerverkehr unter die Lupe genommen hat. Das Büro hatte im Anschluss der Untersuchung für alle Bereiche verträgliche Lösungen aufgezeigt. „Aber leider wurde nur der Punkt Freigabe der Innenstadt für den Radverkehr aus dem Gutachten durch Beharren der Grünen umgesetzt“, erzählt Holger Freitag.

Wir verweisen deshalb auch darauf, das Immer noch den ganzen langen Tag über Lieferwagen und Privatautos durch die Innenstadt von Recklinghausen fahren, dabei Fußgänger oder Gäste der Außengastronomie behindern und stören. Eine Reglementierung, eine Regelung oder eine sichtbare Struktur zur Lenkung oder Eindämmung ist nach wie vor nicht vorhanden. „Wenn für die anderen Bereiche der Mut fehlt, sollte zumindest der politische Wille vorhanden sein, die Verkehrssituation vor der Altstadtmiede durch die Wegnahme der Autoparkplätze zu entzerren“, fordert Holger Freitag.

 

 

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