Eine neue Baumschutzsatzung für Recklinghausen

Foto: Pixabay/Allee/Baum

Die Abteilung Grün hat eine neue Baumschutzsatzung erstellt. Anlass waren unter anderem Defizite in der Anwendung der alten Satzung aus dem Jahr 2010. Aktuell ist der Baumschutz durch die Dienstanweisung Baum (DA) für städtische Flächen und durch die Baumschutzsatzung für private Flächen mit unterschiedlichen Regelungen gehandhabt worden. Das Ziel der neuen Satzung ist es, die unterschiedlichen Regelungen zu vereinheitlichen und die vorhandenen Defizite auszugleichen. Denn die Erfahrungen der vergangenen Jahren haben gezeigt, dass zum Beispiel die Ausklammerung von Grundstücken kleiner als 400 qm aus der Satzung nicht notwendig ist. Sie kann daher entfallen. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist es auch nicht nachvollziehbar, weshalb z.B. Bäume der städtischen Park- und Grünflächen von der Satzung ausgenommen sind. Einer Präzisierung bedarf darüber hinaus die Abstandsregelung von Bäumen an Gebäuden. Aktuell dürfen demnach Bäume, die weniger als vier Meter von Gebäuden entfernt stehen, gefällt werden. Darüber hinaus ist es erforderlich, die Regelungen für Ersatzpflanzungen im Sinne einer nachhaltigen Stadtbaumentwicklung neu zu definieren.

Der Satzungsentwurf der Verwaltung basiert auf Grundlage der Musterbaumschutzsatzung des Deutschen Städtetages und bezieht sich punktuell auf den örtlich konkreten Bedarf der Stadt Recklinghausen. Ausschlaggebend dafür sind Eigenart und Charakteristik des Orts- und Landschaftsbildes, Umfang des Baumbestandes in der Stadt Recklinghausen sowie Gesichtspunkte des Natur- und Umweltschutzes. Wir begrüßen den Vorstoß der Verwaltung und freuen uns über die Zusammenführung der zurzeit bestehenden Satzungen.

Verwandte Artikel