Foto:pixabay, Schweinestall

Das halbe Leben zwangsfixiert: Schweinequal beenden!

Der Bundesrat entscheidet darüber, ob die Zwangshaltung von Millionen Muttersauen in Deutschland – die so genannte „Kastenstand-Haltung“ – fortgesetzt wird. Seit fast dreißig Jahren wird das Martyrium der Muttersauen von deutschen Behörden und Regierungen geduldet. Schweden hat den Kastenstand bereits 1988 verboten, Großbritannien 1991 und die Schweiz 1997. Auch in den Niederlanden, Österreich und Norwegen gelten inzwischen Verbote. Tiermedizinisch steht völlig außer Frage, dass das Einzwängen von Muttersauen eine massive Störung ihrer elementarsten Bedürfnisse darstellt und den Geburtsverlauf stört.

Die Behauptung der Kastenstands-Befürworter, nämlich die Zahl der Ferkelverluste durch Erdrücken zu verringern, wird nachweislich besser durch mehr Platz in den Abferkelställen erreicht. Wir Grünen forderten seit Jahren mit Nachdruck eine Agrar- und Tierhaltungswende und kritisieren regelmäßig die Zwangshaft der Muttersauen in deutschen Ställen.

Wir hoffen, dass mit den Stimmen unserer Vertreter im Bundesrat, das ausschließlich den Exportinteressen der deutschen Fleischindustrie dienende Martyrium von Millionen Muttersauen jetzt beendet wird. Unsere Forderung daher: Keine Stimme einer Landesregierung mit grüner Beteiligung für den Fortbestand des tierquälerischen Kastenstands in Deutschland!

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