Grüner Antrag

Blütenpracht und saftige Früchte

Anlässlich der anstehenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss stellen wir heute bereits unseren Prüfungsauftrag „Streuobstwiese“ vor. Die Idee dazu entstand im grünen Arbeitskreis Klima. Unsere Ratsfrau Stefanie Pillai umreißt für uns die Entstehung dieser Idee, die damit verbundenen Bilder und Wünsche, sowie die Vorteile für unser Recklinghäuser*innen.

Wie ist diese Idee entstanden?

Kurz nach der Gründung unseres Umweltarbeitskreises wurden viele Ideen gesammelt und notiert, die wir in Folgesitzungen jeweils besprochen und ausarbeitet haben. Die Streuobstwiese zählt zu einer unserer ersten Ideen.

Welche Vorteile und Argumente habt ihr in eurem Arbeitskreis erarbeitet?

Es gibt eine Menge Vorteile, die eine Streuobstwiese bietet. Mein Herzenswunsch ist es, etwas für die Bienen zu tun. Meine Kinder brachten mir dieses Thema näher, da sie selbst miterleben mussten wie ein Bienenvolk, das von Ihrer Bienen-AG betreut wurde, verstarb. In der Argumentation meiner Parteikollegen spielt vor allem der Artenschutz und die Unterstützung für mehr Artenvielfalt eine große Rolle. Eine Streuobstwiese bietet im Vergleich zu einer Rasenfläche viel mehr Artenvielfalt an. Zudem kann sie mehr CO2 Abbauen als Wildblumenwiesen oder Rasenflächen es können. Aber auch der gesellschaftliche Wert einer solchen Oase ist nicht zu vernachlässigen.

Welchen Wert haben Streuobstwiesen für unsere Recklinghäuser*innen?

Streuobstwiesen haben eine große Aufenthaltsqualität. Sie bieten im Sommer Schatten, laden im Frühling dazu ein, sich bei Spaziergängen an der Blütenpracht zu erfreuen und im Herbst kann die Streuobstwiese dann tatsächlich mit allen Sinnen genossen werden. Ein toller Nebeneffekt ist, dass bei einer gleichmäßigen Verteilung auf das gesamte Stadtgebiet auch etwas in den Gärten der Recklinghäuser*innen passiert: Denn die Bienen schwärmen auch zu den umliegenden Gärten aus und bestäuben dort fleißig alles was blüht. Da können sich Recklinghäuser*innen gleichzeitig über mehr Früchte an ihren eigenen Obstbäumen freuen!

Welches Bild hast du vor Augen, wenn du an Streuobstwiesen denkst?

Ich habe eine Situation vor Augen, wie Eltern mit ihren Kindern gemeinsam im Herbst das Obst ernten. Außerdem sehe ich mich dabei, wie ich im Frühjahr die Blütenpracht beim Spazieren gehen genieße und mich am Erwachen der Natur erfreue.

Der Prüfungsauftrag an die Stadt ist relativ ergebnisoffen gehalten, welche Orte schwebten euch in den ersten Überlegungen vor?

Zunächst sind wir natürlich sehr gespannt darauf, welche Vorschläge uns die Stadt macht. Trotzdem ergaben sich für uns schon einige Ideen, wo jedoch noch alle Akteure gehört werden müssten. Uns würde es gefallen, wenn vor allem Kindern und Familien dieses Angebot zugänglich gemacht würde und auch Geflüchtete über unsere heimischen Früchte kleine Aufenthaltsoasen vorfinden, an denen Integration stattfinden kann. (kk)

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