Gelungener Klimastreik am Freitag – 2000 Menschen aus dem Kreisgebiet folgen dem Aufruf

Hunderttausende hatten am Freitag bundesweit demonstriert und über 2000 Menschen haben sich in Recklinghausen dem Klimastreik angeschlossen und sind auf die Straße gegangen – junge und alte Menschen haben gemeinsam friedlich und bunt eine Klimapolitik gefordert, die das Pariser Ziel von 1,5 Prozent CO2-Einsparung mit ernsthaften Maßnahmen angeht . So eine große Klimabewegung gab es in Recklinghausen noch nie. Dank dafür an die jungen Leute von Fridays For Futur. Getrübt wurde die Demonstration allerdings zum Abschluss. Vor dem Rathaus endete die Demonstration und die Jugendlichen riefen auf zu spontanen Redebeiträgen. : Drei Rednerinnen der KPDML missbrauchten das Angebot der Jugendlichen, ins offene Mikrophon zu sprechen für die Verbreitung ihrer eigenen Ideologie. Ausgerechnet Vertreter dieser Partei, die sich noch nie um das Weltklima gekümmert haben. Die Fridays For Futur Bewegung muss aufpassen, dass sie nicht vereinnahmt wird von „Truppen“, die ihrer eigenen aber verstaubten Ideologie vom Klassenkampf nach wie vor unter die Leute bringen wollen. Hier sind die Erwachsenen von Parents For Futur gefragt, Sorge zu tragen, dass das nicht mehr vorkommt.

Gleichzeitig während überall in Deutschland und auf der ganzen Welt und in Recklinghausen Demonstrationen liefen hat die Große Koalition über ihr Klimaschutzpaket beraten. Als  Grüne hätte wir uns ein entschlossenes Handeln gewünscht. Mit jedem Jahr des Zögerns und Zaudern wird es schwieriger, die Pariser Klimaziele zu erreichen. Doch das Ergebnis von CDU/CSU und SPD ist furchtbar. Wir sind bitter enttäuscht.

Die Bundesregierung ist an der Menschheitsaufgabe Klimaschutz gescheitert. Es geht weiter mit Pillepalle. Die Koalition verspielt damit eine historische Chance. Das ist eine Abkehr vom Pariser Klimavertrag. Die Hauptverantwortung wird der nächsten Regierung aufgedrückt. Die Regierung hätte schnell, kraftvoll und verbindlich handeln müssen. Das was auf dem Tisch liegt ist langsam, lasch und unverbindlich. Die Hauptverantwortung wird auf die nächste Regierung verschoben.

Es ist absurd, dass wir die einzige Art sind, die in die Zukunft schauen kann, und gleichzeitig alles dransetzen, da nicht hinzugucken. Diese Absurdität hat die Bundesregierung aus Angst vor dem Wähler mit ihrem „Klimapaket“ einmal mehr bewiesen. Das prekäre an der globalen Klimaveränderung ist aber auch, dass eine Veränderung nur vor Ort geschehen kann. Darum müssen wir jetzt  bei der Verabschiedung und Ausrufen des Klimanotstandes zum nächsten Rat besser werden als die Bundesregierung

Die Bundesregierung ist an der Menschheitsaufgabe Klimaschutz gescheitert.  Der CO2-Preis ist ein Witz und kommt zu spät. Eine Steuerungswirkung, die klimafreundliches Wirtschaften belohnt und klimaschädliches bestraft, wird verfehlt. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien reicht hinten und vorne nicht, die Windkraft stirbt weiter vor sich hin. Klimaschutz ohne Energiewende ist wie Blumen gießen ohne Wasser. Ohne Erneuerbaren Strom kein Kohleausstieg, keine Elektromobilität, keine Wärmeversorgung. Klimaschutz, der nur auf Anreize setzt, verändert nichts an den Strukturen. Klimaschädliche Subventionen bleiben bestehen. In die industrielle Tierhaltung wird weiter Geld gepumpt, es ändert sich nichts.

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