Foto: pixabay/Bäume

Zur Wahrung des besonderen Stadtbildes: Große alte Bäume schützen!

Die aktuelle Fällung der beiden Kastanien am Samstag am Anton-Bauer-Weg hat Schwächen der derzeitigen Baumschutzsatzung offenbart. Die Abstandsregelung von vier Metern erlaubte es den Hauseigentümern, die beiden alten Bäume zu fällen. Wir wollen ähnliche Vorgänge in Zukunft verhindern und fordern hierzu eine Ergänzung in der neuen Baumschutzsatzung. Danach sollen in Zukunft große, alte Bäume als zur „Wahrung des besonderen Stadtbildes“ einen Schutz genießen. Im Ein-zelfall vor einer Fällung durch Krankheit bzw. eines starken Rückschnit-tes müsste nach unseren Vorstellungen erst ein Beschluss des zuständigen Umweltausschusses (GGU) eingeholt werden. 

Stadtbildprägende Bäume sollten zugleich auch durch einen Bebauungsplan als zu erhaltend festgesetzt und als Baumstandorte in den Bebauungsplänen geschützt werden. Dieses Thema sollte ebenfalls im anstehenden Workshop zur neuen Baumschutzsatzung im Januar behandelt werden. Zugleich sollte die Stadtverwaltung ein Verzeichnis von stadtbildprägenden Einzelbäumen im Stadtgebiet führen. In dieses Kataster könnten dann auch Grundstückseigentümer auf freiwilliger Basis ihre besonders schönen, einzeln stehenden Bäume (mind. 160 cm Stammumfang, in 1 Meter Höhe gemessen) eintragen lassen.

„Neben Verboten und Vorschriften sollte die neue Baumschutzsatzung den Bürgern auch Hilfe bieten“, so Holger Freitag, „denn wer große, stadtbildprägende Bäume auf Privatgrundstücken erhalten will, sollte dafür in Zukunft auch einen Sanierungszuschuss pro Baum in Anspruch nehmen können.“

Die Fällung der Kastanien vor dem Café Biermanns hat vielen Bürgern bewusst werden lassen, dass Bäume ein wichtiges und prägendes Element im Stadtbild sind und für viele Stadtbewohner auch eindrucksvoller Gegenstand für ein unmittelbares Naturerlebnis. „Bäume machen die Stadt lebens- und liebenswert“, so die Grüne Bürgermeisterin Christel Dymke. „ Eine Fällung wie die am vergangenen Samstag sollten wir in Zukunft dadurch vermeiden, indem wir die stadtbildprägenden Bäume in der neuen Baumschutzatzung und in den Bebauungsplänen endlich unter Schutz stellen.“

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