Foto: Frei18

Wettbewerb Kunst im Tunnel gewinnt Jan Hoeft

 

Der Wettbewerb zur künstlerischen Gestaltung des Durchstichs am Hauptbahnhof fand nun durch eine am Montag, 16. April stattgefundene Jurysitzung sein Ende. Den Wettbewerb gewonnen hat Jan Hoeft. Die Idee, den Fußgänger-Tunnel durch Kunst zu einer attraktiven „Visitenkarte“ für Recklinghausen als Kulturstadt zu machen, stammt von den Grünen und insofern war es richtig, dass wir mit einer Stimme in der Jury vertreten waren.  Es wurden deutschlandweit sechs renommierte Künstler bzw. Künstlergemeinschaften eingeladen, ihre Entwürfe und Ideen einzureichen. Als Aufwandentschädigung erhielten alle beteiligten Künstler 3000 EURO.

Der Entwurf von Jan Hoeft überzeugte schließlich alle Jurymitglieder, weil er den kreativsten und nachhaltigsten Ansatz vorlegte. Sein Entwurf steht für eine zukunftsgewandte und offene Kulturstadt Recklinghausen und orientiert sich an der Zeichensprache der jungen Generation. Jan Hoeft möchte mit Edelstahlhandläufen, wie wir sie alle kennen, spielerisch den gesamten Tunnel gestalten. Zu Anfang seiner Installation „Hallo, wie geht´s“ bilden die Edelstahlrohre ein „Victory-Zeichen“, verlaufen weiter entlang der Decke, um in der Mitte des Tunnels eine Schleife zu bilden um am Ende des östlichen Ausganges zu einem „Smiley-Zeichen“ sich zu verwandeln. Die Edelstahlrohrinstallation wird durch versteckte LED-Leuchten illuminiert und an exponierten Stellen hervorgehoben. Die Augen des Smiley-Zeichen sind in Wirklichkeit Regenschirme, die sich langsam wie eine Bahnhofsuhr drehen werden und den typischen Zeitverlauf auf einem Bahnhof zu symbolisieren.

Mit dieser künstlerisch gelungenen Arbeit bezieht der Künstler den Tunnelraum hervorragend mit ein und wertet ihn ästhetisch auf. Das Auge des Bahnhofsbesuchers kann sehr schön die verschlungen Wege der Edelstahlrohre mit verfolgen und am östlichen Ausgang wird zugleich ein neuer ansehnlicher Aufenthaltstreff geschaffen. Mit dieser Kunstinstallation erhält die Stadt nicht nur eine neue zeigemäße Visitenkarte, sondern bestätigt sich auch als Kulturstadt.

Verwandte Artikel