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Verkehrsentwicklungsplan: Grüne fordern Diskussion um die zukünftige Nutzung des öffentlichen Raums

 

Für die nächsten Jahre ist die Erarbeitung eines neuen Verkehrsentwicklungsplans für die Stadt Recklinghausen vorgesehen. Wir wollen mit der Einbringung eigener Vorschläge dazu beitragen, dass ambitionierte und innovative Ziele in dem neuen Verkehrsentwicklungsplan mit einfließen und damit keine Fortschreibung des alten Plans passiert. „Gute Ideen für die Mobilität der Zukunft in unserer Stadt“, so Holger Freitag, „sind jetzt gefragter denn je.“ Wir wollen uns daher bei der Mitarbeit am Verkehrsentwicklungsplan für eine nachhaltige Mobilitätsgestaltung umweltfreundlicher und stadtverträglicher Verkehrsarten einsetzen.

Dazu fordern wir aber zuallererst eine öffentliche Diskussion über die Verkehrswende ein verbunden mit der Beantwortung der Frage, wie wir in Zukunft mit weniger Autos in der Stadt auskommen müssen. Denn das Thema hat für uns mit Lebensqualität, mit Konkurrenz und knappen Raum zu tun. Auch weil die Alternativen zum Auto in Zukunft mehr Platz brauchen. Dabei geht es uns vordringlich um den öffentlichen Raum, in dem zurzeit private Autos herumstehen, die relativ wenig oder gar nichts dafür zahlen. „Die Frage lautet daher“, so Holger Freitag, “ wer nutzt in Zukunft welchen öffentlichen Raum für welche Zwecke?“ Denn zurzeit fehlt der Platz in Recklinghausen nicht nur für Parks, Grünanlagen, sondern auch für Fahrradwege und für breite Fußgängermöglichkeiten.

Die Weichen für eine echte Verkehrswende – hin zu einer Stärkung der Verkehrsmittel, die überhaupt keine Schadstoffe emittieren – müssen jetzt gestellt werden. Die notwendigen Strategien zur Umsetzung einer nachhaltigen Mobilitätsgestaltung sollten sich unserer Meinung nach auf die Förderung des Umweltverbundes konzentrieren. Dazu muss aber der politische Willen vorhanden sein dies als einen zentralen Bestandteil des Verkehrsentwicklungsplans mit aufnehmen und wirklich umzusetzen. „Die Alternativen zum Auto“, so Sebastian Ohler, „müssen noch stärker gefördert werden. Wir brauchen in Zukunft einen besseren öffentlichen Nahverkehr, mehr Linien, engere Taktung, Car Sharing, Leihfahrräder, eine gute Verkehrsinfrastruktur für Fahrräder und in Zukunft mehr Elektromobilität, insbesondere bei denen, die in der Stadt viel unterwegs sind.“

 

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