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Tiny Houses oder Wohnen im Containerhaus – das günstige Eigenheim ist im Kommen

 

Immer mehr Häuslebauer wohnen in sogenannten Tiny Houses oder im stylischen Container. Warum? Die Bauweise sowohl bei den Tiny Houses als auch bei den Containern geht fix, ist hochwertig und preiswert.

Der Trend zum Wohnen auf wenigen Quadratmetern kommt eigentlich aus Amerika. Tiny Houses heißen die reduzierten, oft mobilen Eigenheime. Es gibt zahlreiche Konzepte, ob nun auf vier Rädern oder fest mit dem Boden verbunden: Tiny Houses bieten auf wenigen Quadratmetern interessante und durchdachte Wohnkonzepte an. Der Tiny-House-Trend schwappt nun auch nach Deutschland. Das haben viele Schreiner erkannt und bauen fleißig für ihre Kunden. Denn Tiny Houses bieten Lösungen für den überhitzten Wohnungsmarkt: Sie benötigen wenig Platz, die Kosten sind überschaubar und ihr Bau und Betrieb benötigt nur wenig Ressourcen. Tiny Houses sind mittlerweile auch in Recklinghausen gefragt. Junge Menschen sind derzeit dabei, ihre kleinen Eigenheime zu erstellen.

Ebenso geht die Bauweise bei Containerhäusern fix, ist hochwertig und preiswert. Modulares Bauen ist dabei keine Erfindung der Containerhersteller. Denken wir an Le Corbusier und seinen Modulor, an die Plattenbauten der Nachkriegszeit in Ost und West, dann wird klar, dass moderne Modularchitektur seit etwa einem Jahrhundert unsere gebaute Umwelt prägt. Seit einer Weile ist im privaten Wohnungsbau immer öfter auch die Rede von Containerhäusern. Das hat mehrere Gründe: Erstens kann man in vorgefertigten Modulen heute genauso schick wohnen wie in einem aufgemauerten herkömmlichen Wohnhaus. Zweitens sind Fertighäuser aus Containern oft bis zu einem Drittel günstiger und drittens ist die Bauzeit um ein Vielfaches kürzer. Container treffen den Nerv der Zeit. Sie sind beweglich, stapelbar, frei kombinierbar und günstig.

Und gerade die Flüchtlingskrise hat seit 2015 in Deutschland bewirkt, dass entsprechende Hersteller dankbar von der öffentlichen Hand und folglich auch von einer breiten Öffentlichkeit empfangen werden, da sie mit ihren Produkten eine praktische und schnell umsetzbare Antwort auf die Wohnungsknappheit haben. Auch Recklinghausen hat eine große Anzahl von Containern erworben, die nun freigezogen sind und auf eine neuen Verwendungszweck warten.

Der Fantasie sind bei der Gestaltung mit Containern fast keine Grenzen gesetzt. Von Wohnhäusern über Büros, Restaurants und Bars – fast alles ist möglich und das in den unterschiedlichsten Größen. Egal, ob eine Miniwohnung in einem Container oder ein Wohnhaus aus sechs Containern – die praktische Form macht das Stapeln und Aneinanderreihen zu einem architektonischen Kinderspiel. Natürlich haben sich viele Designer schon ausgefallenere Modelle als kubische Häuser einfallen lassen, die durch moderne Formen und innovative Fassadengestaltung überzeugen.

Da die Wohnungswirtschaft in Recklinghausen kaum Interesse zeigt, sozial geförderten Wohnungsbau zu unternehmen, wäre das Projekt Tiny Houses oder die Umwandlung von Containern zu Eigenheimen eine willkommende Lösung. Auch in Recklinghausen brauchen wir einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik. Dazu müssen wir uns von alten Denkweisen verabschieden und entsprechende  Bauflächen für alternative Konzepte ausweisen und zur Verfügung stellen. Wir sollten nicht warten, bis der Druck auf den Wohnungsmarkt auch bei uns zu hoch wird. Das Projekt Tiny Houses oder Container Häuser wären eine Lösung für die Zukunft.

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