Radeln ohne Alter erhält immer mehr Unterstützung – Vorstellung des Projektes mit Probefahrt am 20. April 2017

 

Das Projekt „Radeln ohne Alter“ versetzt alte und hilfsbedürftige Menschen in die Lage, mittels elektrischen Fahrrad-Rikschas, über das enge Wohnumfeld hinaus neue und bekannte Orte zu besuchen. Die Grünen hatten Anfang des Jahres dazu einen Antrag in den Rat eingebracht. Kurz danach meldeten sich weitere Interessierte und Unterstützer, die für die Umsetzung des Projekts in Recklinghausen ebenfalls eine große Chance sehen. So Dieter Zöpfgen, dessen Erlebnisse mit seiner 91-jährigen Mutter ihn zur Überzeugung brachte, dass „Radeln ohne Alter“ auch in Recklinghausen Erfolg hätte. Auch Helmut Scholtz, der Quartiersmanager Paulusviertel, ist begeistert vom Projekt und sagte spontan seine Unterstützung zu. Eine erste Bedarfsabfrage bei den stadtnahen Seniorenheimen bestätigte die Einschätzung der Initiatoren: Alle kontaktierten Heimleitungen sprachen sich für ein Projekt „Radeln ohne Alter“ auch in Recklinghausen aus.

Am Donnerstag, 20. April, um 15:30 Uhr am AWO-Seniorenheim an der Wildermannstraße wollen die Initiatoren das Projekt „Radeln ohne Alter“ der Öffentlichkeit vorstellen.

Zur Demonstration haben sie sich eine Fahrrad-Rikscha aus Essen ausgeliehen. Denn in der Nachbarstadt Essen wird das Projekt bereits seit September 2016 mit Erfolg umgesetzt und mit einer arbeitsmarktpolitischen Förderung verknüpft. Seit dieser Zeit verhelfen bis zu acht Langzeitarbeitslose auf vier elektrischen Fahrrad-Rikschas Hochbetagten, die nur noch selten aus den eigenen vier Wänden kommen, zu ihrem Recht, den Wind in den Haaren spüren zu dürfen.

Die Initiatoren sind von der Bedeutung des Projekts für alte und hilfsbedürftige Menschen überzeugt: Radeln ohne Alter kann ihrer Meinung nach auch in Recklinghausen hervorragend zur Mobilisierung von Senioren beitragen. „Eine Rikscha-Fahrt ist ein Abenteuer, bei dem Eindrücke der Fahrt ebenso geteilt werden wie Lebensgeschichten. Die Fahrt bereichert beide, Pilot und Passagier. Eine simple Ausfahrt macht aus Unbekannten Nachbarn, manchmal Freunde.
Wir sind daher für ein Recht auf Wind im Haar in jedem Lebensalter. Wir glauben, dass sich ein solches Projekt auch für die vielen betagten Senioren in Recklinghausen lohnen würde“, so Dieter Zöpfgen, Helmut Scholtz und Holger Freitag.

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