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Maffay in Recklinghausen mit Buber-Rosenzweig-Medaille geehrt

 

Peter Maffay ist für seinen Einsatz gegen Antisemitismus und Extremismus in Deutschland am Sonntag im Ruhrfestspielhaus mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist benannt nach den jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929).

Mit „Mut und Zivilcourage” setze sich Maffay immer wieder öffentlich gegen menschenfeindliche Haltungen zur Wehr, sagte die Co-Präsidentin des Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Margaretha Hackermeier, am Sonntag bei der Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit in Recklinghausen. Maffay habe schon früh darauf aufmerksam gemacht, „dass der Rechtsextremismus in unserem Land keineswegs verschwunden” ist.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nannte Maffay einen »Botschafter der Völkerverständigung«, der vor allem junge Menschen anzusprechen wisse. Maffay setze sich seit Jahrzehnten für das Miteinander von deutschen, israelischen und palästinensischen Jugendlichen ein.

Der Laudator Udo Dahmen, Direktor der Pop-Akademie Baden-Württemberg, betonte, Maffay habe es nicht dabei belassen, Visionen in Liedern zu besingen, sondern trete offen für sie ein. Dahmen nannte insbesondere die Peter-Maffay-Stiftung für traumatisierte, chronisch kranke, sozial benachteiligte und vernachlässigte Kinder.

Peter Maffay selbst hob in Recklinghausen die Bedeutung des demokratischen Gemeinwesens hervor. Der besondere Wert liege darin, dass man keine Angst zu haben brauche, seine Meinung frei zu äußern, sagte der Musiker. Das sei nur in wenigen Gesellschaften der Welt möglich.

Mit der Preisverleihung wurde die »Woche der Brüderlichkeit« eröffnet, die in diesem Jahr unter dem Motto »Angst überwinden – Brücken bauen« steht. In ganz Deutschland gibt es bis zum 18. März Veranstaltungen zum Thema. Die Woche der Brüderlichkeit richtet sich gegen weltanschaulichen Fanatismus und religiöse Intoleranz. Seit 1952 wird die bundesweite Aktionsreihe jeweils im März vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veranstaltet. Ihm gehören rund 80 Gruppen an. Sie setzen sich ein für Verständigung und Versöhnung zwischen Christen und Juden, wenden sich gegen Judenfeindschaft und gegen Diskriminierung aus weltanschaulichen, sozialen oder ethnischen Gründen.

 

 

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