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Kohle für die „Freie Szene“

 

Wir hatten es vor Jahren schon einmal versucht, und zwar mit einem Antrag zur Einführung eines „Kulturgroschen“. Mit dem Kulturgroschen sollte die „Freie Szene“ durch einen Zuschlag  auf jedes Ticket für städtische Kulturveranstaltungen gefördert werden. Das scheiterte damals hauptsächlich an bürokratische Hürden.

Jetzt aber gibt es endlich einen Fördertopf, in dem 25.000 EURO für dieses Jahr für die Freie Szene zur Verfügung stehen. Die Verwaltung erarbeitet zurzeit eine Vorlage für den nächsten Kulturausschuss. Die Vorlage beschreibt zum einen die Zusammensetzung eines Gremiums, das über die Finanzierung eingereichter Kunstprojekte entscheiden soll. Das Gremium soll sich aus sparten- und medienübergreifenden Vertreterinnen und Vertreter aus Malerei,, Skulptur, Fotografie/Film , Theater, Musik zusammensetzen, sowie aus Vertretern der Politik. Die Vertreterinnen der einzelnen Sparten sollen dabei in der Überzahl sein und in diesem Übergewicht entscheiden.

Zur Förderung gelten Formales und Kriterien: Die Kulturschaffenden, Künstlerinnen und Künstler müssen – wenn sie eine Finanzierung ihres Projektes wünschen – formale Kriterien erfüllen. In einem kurzen Antrag sollte das Projekt beschrieben werden und in Verbindung mit einem Finanzierungsplan (mögliche Kosten) eingereicht werden. Die Bedingung für eine finanzielle Unterstützung: Das Projekt muss eine künstlerische Produktion sein, der öffentliche Zugang zum Projekt muss gewährleistet sein, berücksichtigt werden ausschließlich Personen der Freien Szene und letztlich sollte die Erfahrbarkeit des Projektes in Recklinghausen stattfinden.

Der Fördertopf für die Freie Szene ist die erste Maßnahme des Kulturentwicklungsplans die umgesetzt wird. Damit kann die Freie Szene endlich für sich eine eigene Finanzierungquelle in Anspruch nehmen. Wir freuen uns, dass wir hierbei mithelfen konnten.

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