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Koalition mahnt Verbesserung der Infrastruktur und Sicherheit am Hauptbahnhof an

 

Der bauliche Zustand unseres Hauptbahnhofes ist nach wie vor Anlass für eine intensive Diskussionen. Darum hat sich die Koalition zu einem Ortstermin am Hauptbahnhof eingefunden, um den Zustand der örtlichen Gegebenheiten persönlich in Augenschein zu nehmen und zu dokumentieren. Im Ergebnis hat der vor Ort Termin bei uns den Eindruck bestätigt, dass für den Bahnhof in vielen Punkten ein Verbesserungspotential besteht. So existiert auf dem gesamten Bahnhofsareal nur eine einzige elektronische Anzeigetafel für die Abfahrtszeiten von Bus und Bahn. Diese befindet sich allerdings nicht in der Bahnhofshalle sondern außerhalb auf dem Bushalteplatz und ist für Zugreisende nur schwer einsehbar. Des Weiteren fehlt auf der Ostseite eine Hinweistafel, die Aufschluss darüber gibt, dass sich auch hier ein Zugang zum Hauptbahnhof befindet. Darüber hinaus existieren im Bahnhofsgebäude keine öffentlichen Toilette und keine Schließfächer. Die Zugangsqualität von Bahnsteigen ist ebenso zu verbessern: So gibt es keinen Zugang zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bushalteplatz für  ÖPNV- und Fernreisebusse. Eine Rampe wäre hier angebracht und wünschenswert. Auf dem Bahnsteig befindet sich ein Wartestand ohne schützende Seitenwände. Der Aufzug ist seit Monaten nicht mehr in Funktion. Die Station der Bundespolizei ist nicht mehr besetzt und auf keinem Bahnsteig befindet sich eine Notrufsäule. Auf dem Mittelbahnsteig existiert derzeit nur ein Auf- und Abgang und bei Zughalten entsteht ein Gedränge unter den Fahrgästen, das als Gefahr für die Sicherheit empfunden wird.

Der VRR hat die Ausdehnung der S-Bahnlinie 9 über Bottrop hinaus nach Recklinghausen mit der Reaktivierung der „Hertener Bahn“ beschlossen. Hier könnte neben der Wiedereinrichtung des ehemaligen Gleises 3 ein Haltepunkt am Campus Blumenthal eingerichtet werden, der direkt östlich an den Gleisanlagen des Hbf liegt. Auch besteht ein Verbindungsdefizit auf der Relation Zwischen Hauptbahnhof Bochum und dem Hauptbahnhof Recklinghausen. Viele weitere Defizite sind anzugehen. Diese haben wir in einem Schreiben aufgelistet und an die Bahn, an den Verkehrsminister des Landes NRW und an den Vorstandssprecher des VRR zugesandt

Bahn bietet Gespräch an und kommt in Person des Bevollmächtigten NRW der DB AG nach Recklinghausen

Unser Protest hatte Erfolg. Der Konzernbevollmächtigte NRW der Deutschen Bahn will nun nach Recklinghausen kommen, um in einem interfraktionellen Gespräch „Rede und Antwort“ zu stehen. Wir freuen uns darüber und werden dem Bevollmächtigten der Bahn unseren Katalog der Mängel vorlegen.

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