Internationaler Tag gegen Homo- und Transphobie: Vielfalt gegen rechts – für eine offene Gesellschaft!

 

Zahlreiche LSBTI*-Organisationen aus Deutschland haben heute, Mittwoch, 17. Mai 2017, einen gemeinsamen Aufruf für eine offene, respektvolle Gesellschaft veröffentlicht, die allen Menschen Schutz und Unterstützung bietet. „Die Vielfalt ist ein sicherer Ort für alle“, ist der Aufruf überschrieben. Dem Umstand, dass Homo- und Transphobie durch das Erstarken rechtspopulistischer Bewegungen quasi wieder salonfähig geworden sind, ist unbedingt etwas entgegen zu setzen. Deshalb beteiligen auch wir Grüne uns gerne und mit voller Überzeugung und ganzer Kraft am Bündnis gegen rechts.“

Mit dieser positiven Vision reagieren LSBTI* auf die beispiellosen Angriffe auf ihre Rechte und ihre Freiheit durch die AfD und andere Organisationen wie „Demo für alle“. Die neuen rechten Strömungen versuchen seit einiger Zeit, Emanzipationserfolge zurückzudrehen und würdigen Lebensentwürfe von LSBTI* herab. „Es ist Zeit dem entschieden entgegenzutreten – und zwar gemeinsam!“, heißt es im Aufruf.

Die unterzeichnenden Organisationen möchten mit ihrem Appell die große Mehrheit der Menschen in Deutschland ansprechen, der Freiheit und Respekt am Herzen liegen und die die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI*) unterstützt.

Der Aufruf ist unter www.vielfalt-fuer-alle.org abrufbar und kann dort unterzeichnet werden.

Stimmen einiger Initiatorinnen und Erstunterzeichnerinnen: Jörg Litwinschuh, Geschäftsführender Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld: „Wir brauchen präventive Maßnahmen gegen rechts. Eine Demokratie ist nur dann stark, wenn sie ihre Minderheiten schützt und sie rechtlich gleichstellt.“ Sören Landmann, Vorsitzender des Aktionsbündnis gegen Homophobie: „Gegen die Bedrohung von rechts können wir uns nur gemeinsam wehren. Alle demokratischen Menschen sind herausgefordert, Grundrechte zu verteidigen. Lasst uns für eine Gesellschaft eintreten, die Vielfalt mit Respekt begegnet und allen Menschen die gleichen Chancen ermöglicht.“

Winfried Holz, Vorstand der Deutschen AIDS-Hilfe: „Diskriminierung macht Menschen krank, führt zu psychischen Problemen und einem höheren Suizidrisiko. Und Diskriminierung beeinträchtigt nachweislich die Fähigkeit, sich vor HIV zu schützen. Menschen und ihre Lebensweisen für weniger wertvoll zu erklären, ist mit den Grundwerten unserer Demokratie nicht vereinbar.“ Ulli Klaum, Leiter der Akademie Waldschlösschen: „Es liegt an uns, ob wir aus den Steinen, die Menschen einander in den Weg legen, Brücken oder Mauern bauen. In diesem Sinne lassen Sie uns gemeinsam die Mauern des Hasses, der Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung niederreißen und Brücken der Verständigung und Akzeptanz aufbauen!“

LSBTI* steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* sowie viele weitere Menschen, die anders sind oder leben, als die vorherrschende Geschlechter-Norm es fordert.

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