Foto:pixabei/Braunkohle/Garzweiler

innogy Klimaschutzpreis 2018 – Grüne fordern Stadt auf, die Kooperation mit innogy zu beenden

 

Innogy SE – eine Tochter der RWE, lobt auch in diesem Jahr den Klimaschutzpreis aus und die Stadt hat wieder die Möglichkeit, eine Fördersumme in Höhe von 5.000 Euro zu vergeben. Es werden Projekte ausgezeichnet, die zum Klima- und Umweltschutz beitragen, so auch zum Beispiel Maßnahmen zur CO2-Reduktion. Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement und umweltorientiertes Denken öffentlich anzuerkennen und wertzuschätzen.

Was aber, wenn der Auslober sich nicht selbst an seine gesetzten Ziele hält und ihm Umweltschutz eigentlich egal ist? Als Beweis dafür steht der Hambacher Wald, der zum Symbol gegen die Braunkohleenergie geworden ist, die zu einer der schmutzigsten Energiearten überhaupt gehört. Die Konzernmutter von innogy, RWE, ist zurzeit ohne Not dabei, den Hambacher Wald zu fällen. Angesichts dieses Ereignisses, ist nach unserer Meinung absurd, Preise für ökologisches Handeln, umweltorientiertes Denken und für Maßnahmen zur Reduzierung von CO2 zu vergeben und gleichzeitig ein kleines Stück Ökologie in Deutschland sterben zu lassen.

Der Klimaschutzpreis hat damit für einen Nachhaltigkeitspreis seine so wichtige Glaubwürdigkeit verloren. Die Strategie von innogy, sich durch Geldspenden für ökologische Projekte als besonders umweltbewusst und umweltfreundlich darzustellen, ist aufs Äußerste beschädigt. Wir fordern von der Stadt, die Kooperation mit innogy bei diesem Klimaschutz-Preis zu beenden und dafür selbst einen eigenen Umwelt- und Klimapreis auszuloben. 5.000 Euro sollten wohl noch in der Stadtkasse aufzutreiben sein. Denn bei einem Nachhaltigkeitspreis ist Glaubwürdigkeit Trumpf, und die ist durch das Handeln von RWE verloren gegangen.

Eine Fortführung der Kooperation mit innogy wäre beschämend und irritierend für alle Bürgerinnen und Bürger, die sich seit Jahren für den Umweltschutz und für den Erhalt eines jeden Baumes in unserer Stadt einsetzen und dafür kämpfen. Dieses Handeln gegen Abholzung und für den Erhalt von Bäumen hat auch in unserer Stadt eine zuvor allgemein akzeptierte Sichtweise infrage gestellt. Dieser Widerstand ist tief ins Bewußtsein der Menschen eingegangen und hat die Meinung der Bevölkerung zu Bäumen und ihre wichtige Funktion für unser Klima und unsere Umwelt verändert. Es wäre daher ein Hohn gerade für die, die sich ernsthaft und engagiert für den Umweltschutz in Recklinghausen einsetzen, wenn weiterhin ein an Glaubwürdigkeit verlorener „innogy Klimaschutzpreis“ ausgelobt würde.

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