Grüne Welle für Radfahrer

 

In Oberhausen bekommen Radfahrer bald die grüne Welle. Eine automatische Erkennung soll Wartezeiten an 30 Ampeln spürbar verkürzen. 20 Stellen in Oberhausen werden nun mit einer Induktionsschleife zur Erkennung der Radfahrer ausgestattet, zehn Stellen mit einer thermischen Kamera. Die automatische Anfahrerkennung funktioniert wie folgt: Passiert der Radfahrer eine bestimmte Stelle, erhält die Ampel, auf die er sich zubewegt, ein Signal. Bis der Radler dann an der Ampel angekommen ist, springt sie von Rot auf Grün und der Fahrer braucht nicht mehr bremsen und absteigen, sondern kann die Straße zügig überqueren.

Wir wollen das auch für Recklinghausen einfordern und fragen uns, warum unsere Verwaltung eine solche automatische Detektion – eine Fernsteuerung für Fahrradfahrer – nicht bereits an einer geeigneten Straße in Recklinghausen getestet hat. Das was Oberhausen nun umsetzt, hätte auch Recklinghausen leisten können. Denn Oberhausen hat mit diesem Projekt am Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ des Bundesumweltministeriums erfolgreich teilgenommen. Das hat sich gelohnt: 90 Prozent der Kosten für die Umrüstung übernimmt der Bund. Die Gesamtkosten liegen bei rund 237 630 Euro, 26 404 Euro davon muss die Stadt selbst tragen.

Eine automatische Detektion – eine Fernsteuerung für Fahrradfahrer – bietet sich auch für Recklinghausen an. Es wäre daher sinnvoll, an einer geeigneten Straße in Recklinghausen ein solches Projekt zu testen. Das was Oberhausen nun umsetzt, ist auch in Recklinghausen geeignet, um die lästige Wartezeit an Ampeln zu reduzieren. Zugleich verhindert die Grüne Welle, dass weniger Radfahrer über Rot fahren. Damit wird auch die Sicherheit im Verkehr erhöht. Der Zusatzgewinn für die Radfahrer ist darüber hinaus ein angenehmeres und flüssigeres Fahren.

Statt sich nun in Recklinghausen lange über ein neues Verkehrsentwicklungkonzept zu beraten, sollten unserer Ansicht nach bereits jetzt Projekte in Recklinghausen umgesetzt werden, die zur Sicherheit der Radfahrer beitragen, sich bewährt haben und den Radverkehr fördern. Solche Modellprojekte dienen zugleich dazu, dass man hieraus Erkenntnisse für zukünftige Planungen erhält. Aus anderen Städten gibt es bereits viele Erkenntnisse zur Förderung alternativer Mobilität. Warum also diese nicht sammeln und schauen, was dafür für Recklinghausen sinnvoll und lohnenswert ist. Eine Grüne Welle für Radfahrer auf alle Fälle.

 

 

 

 

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