Grüne Forderung nach Umstrukturierung des Grünbereichs gewinnt an Fahrt: Baumkoordinatorin kommt zum 1. Oktober 2017

 

 

Schon zu Beginn der Koalition hatten wir die Aufspaltung des Grünbereichs in unterschiedliche Fachbereiche kritisiert und auf eine Umstrukturierung und Zusammenführung des Grünbereichs in der Stadtverwaltung gedrängt. Unser Ziel war es, eine Optimierung der Arbeitsabläufe in diesem Bereich zu erreichen. Diese Umsetzung ist mit der Einrichtung der neuen Fachabteilung Umwelt und Stadtgrün nun endlich passiert und abgeschlossen. Darauf sind wir stolz.

Künftig sind die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) nur noch ein rein ausführender Akteur. Die Fäden für das Stadtgrün laufen jetzt beim Technischen Beigeordneten Norbert Höving zusammen. Damit reagiert der Bürgermeister nicht nur auf unser Drängen, sondern auch auf die zunehmende Kritik am Umgang der Stadt mit Bäumen. Denn als Reaktion auf die geplante Fällung von 50 alten Bäumen an der Maybachstraße hat sich in der Stadt mittlerweile eine starke Bürgerinitiative gegründet.
Die Installierung einer neuen Baumkoordinatorin im Rathaus kommt daher auch zu rechter Zeit. Denn nach der Sommerpause wird die Politik über das Konzept für die Maybachstraße entscheiden.“Offenbar erwarten die Bürger, dass wir sensibler mit dem Thema umgehen“, sagte der Bürgermeister. Die neue Baumkoordinatorin soll unter anderem dafür sorgen, dass Entscheidungsprozesse für die Politik und die Öffentlichkeit transparent und nachvollziehbar sind, wann immer in der Stadt ein Baum gefällt werden muss. Zwar werden in Recklinghausen regelmäßig Nachpflanzungen nach Baumfällungen umgesetzt, aber die Stadt informiert die Bürger nicht genügend darüber, wann und wo das passiert. 

Die Leiterin des jüngst neu gebildeten Sachgebietes Umwelt und Stadtgrün, Frau Eva Kranj, wird eng mit der neuen Baumkoordinatorin zusammenarbeiten. Eng zusammenarbeiten soll die Baumkoordinatorin auch mit der Klimaschutzbeauftragten im Rathaus. Wir freuen uns darüber, dass eine passende Bewerberin gefunden wurde und dass das Bewusstsein für Stadtgrün an entscheidender Stelle gewachsen ist. Denn Parks und Grünanlagen sowie ein grünes und attraktives Wohnumfeld bedeuten Lebensqualität und Vitalität. Grüne Städte punkten im Standortwettbewerb. Stadtgrün fördert Erholung und Gesundheit, ermöglicht Begegnung und Teilhabe und schafft Gestaltungsräume für alle Stadtbewohner. Zudem fördert es ein gesundes Klima, den Erhalt der Biodiversität und dient zugleich der Luftreinhaltung, der Grundwasserneubildung und dem Schutz der Stadtböden.

 

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