Gedenken: Grüne erinnern an die Katastrophe von Fukushima

 

„Am 11. März 2011 lagen auf hunderten Kilometern Küste verstreut – Hausteile, Möbel, Autos, Eisenbahnwaggons, landwirtschaftliche Geräte, Fischerboote. Dazwischen Tierkadaver und menschliche Leichen.“ Mit diesen Worten erinnert Marcin Pietraszkiwcz in seinem Artikel „Fukushima heute“ an die Atom-Katastrophe, die vor sieben Jahren durch einen Tsunami ausgelöst wurde. An dem ehemals dicht besiedelten fruchtbaren Streifen Land an der Pazifikküste sind heute nur noch wenige Betonfundamente und Reste von Stahlbetonwände erkennbar. Die über zehn Meter hohen Wellen haben damals alles niedergerissen und mit sich genommen. Im Katastrophengebiet geht der Wiederaufbau recht langsam voran. Auch weil viele Menschen nicht mehr in ihre alten Gemeinden in der Präfektur Fukushima zurückkehren wollen

Die Grünen Mitglieder haben im Rahmen einer kleinen Gedenkfeier an diesen Super-GAU im Atomkraftwerk Fukushima am Samstag, 10. März 2018 auf den Altstadtmarkt erinnert. „Die rund 18500 Todesopfer dürfen nicht in Vergessenheit geraten“, so Rita Nowak. Was in Fukushima in eine Katastrophe endete, kann aber auch bei uns geschehen. Darum erinnerten die Grünen Mitglieder auch an die Risiken für die Menschen im Grenzgebiet an Belgien. Denn das grenznahe belgische Atomkraftwerk Tihange ist gefährlicher als bislang bekannt. Die Reaktoren Tihange 2 und Doel 3 sind seit Längerem umstritten, weil Risse in den Reaktordruckbehälter gefunden wurden. Besonders im Meiler Tihange 2 waren zuletzt wieder neue Risse entdeckt worden. Das AKW ist nur 70 Kilometer von Aachen entfernt.

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