Foto/Ulle Bowski/ Die Grüne Bürgermeisterin Christel Dymke und der Fraktionsvorsitzende Holger Freitag

Geburtstag: 70 Jahre Erklärung der Menschenrechte

In Recklinghausen fanden viele wunderbare Veranstaltung zum Thema Menschenrechte statt. Eine war unter anderem die Aktion „Farbe bekennen“ vom Recklinghäuser Multitalent und Gelegenheitskünstler Ulle Bowski. Menschen hinter Masken fotografiert in einer bestimmten Situation illustrierten jeweils einen spezifischen der 33 Artikel der Erklärung der Menschenrechte, die die UN-Vollversammlung vor 70 Jahren verabschiedet hatte. Auch wir Grüne nahmen selbstverständlich an Ulles Aktion teil und wählten für uns – fotografiert im Fahrstuhl – den 21. Artikel.

Die UN-Generalversammlung wollte am 10. Dezember 1948 in Paris ein universal gültiges Recht mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verkünden. Historische Vorbilder waren die Magna Carta (1215), die Habeas-Corpus-Akte (1697), die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten (1776), sowie die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (1789).

Aber auch Kriegserfahrungen gehörten zur Vorgeschichte der Menschenrechte: Henry Dunants Bericht über die Lage verwundeter Soldaten führte zur Gründung des Roten Kreuzes, nach dem Ersten Weltkrieg versuchte der Völkerbund ein Wiederaufflammen der Gewalt zu verhindern. Und mitten im zweiten Weltkrieg unterzeichneten der US-Präsident Roosvelt und Großbritanniens Premierminister Churchill auf einem Kriegsschiff den ersten Entwurf zur Charta der Vereinten Nationen.

Nach 70 Jahren UN-Menschenrechtserklärung fällt die Bilanz gemischt aus. Das Erbe ist ernsthaft bedroht. Immer mehr und vor allem auch von wichtigen UN-Mitgliedern wie die USA. Gesetze zur Terrorismusbekämpfung beschneiden die bürgerlichen Freiheiten, Rechte von Migranten werden missachtet, und Regierungen kürzen gerade jene Gelder, die zum Schutz der Menschenrechte gebraucht werden.

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