Foto:Pixabay/Stadt, Bäume

Diskussion um den Stadtteil Recklinghausen-Süd: Die strukturelle Qualität aller Stadtquartiere erhalten!

Recklinghausen-Süd ist nur ein Teilbereich der Stadt Recklinghausen. Wir müssen alle Stadtteile im Blick haben. Die derzeit geführte Diskussion um den „abgehängten“ Stadtteil Süd blendet dies leider aus. Die Lösung für den Stadtteil liegt nicht, wie einige politische Vertretern suggerieren, in der Ansiedlung einer städtischen Verwaltungseinheit, sondern sie liegt in der zukünftigen Entwicklung der Bochumer Straße. Dazu gibt es einen Ratsauftrag. Das Ergebnis dieser Untersuchung gilt es erst einmal abzuwarten. Bis dahin sollte unser Augenmerk allen Stadtteilen gelten.

Ein attraktiver Stadtteil zeichnet sich durch ein ausreichendes Angebot an Wohnungen, Schulen, Kindergärten, Einkaufs- und Erholungsmöglichkei-ten, unterschiedlichen Arbeitsplätzen, Einrichtungen der medizinischen Versorgung, Grünflächen und Freizeit- und Sportmöglichkeiten sowie kulturellen Einrichtungen aus. Diese strukturelle Qualität unserer Stadtquartiere für alle Generation zu erhalten oder wieder zu beleben, sollte unser gemeinsames Ziel sein.

Vor allem Familien und ältere Menschen nutzen in ihrer alltäglichen Lebensorganisation die kurzen Wege und vielfältigen Verflechtungen in ihren Stadtvierteln. Dazu muss der öffentliche Raum weiter aufgewertet werden, die Verbesserung der kleinräumigen Erreichbarkeit im Zentrum stehen. Dafür erforderlich sind stadtteilbezogene Mobilitätspläne, die bestehende sowie entstehende Angebote in ein Netzt von Rad- und Fußwegen sowie ein gutes ÖPNV-Angebot einbetten. Zugleich muss die lokale Nahversorgung gestärkt werden und damit auch die soziale Funktion des Nahraums.

Es lohnt sich auch nach unserer Ansicht, auf das Engagement von Bürgern und Initiativen bei der Stadtteilentwicklung zu setzen und dieses Engagement so gut es geht zu unterstützen. „Wir sollten die Menschen vor Ort dazu unterstützen“, so Christel Dymke, „ihre Heimat zu definieren und ihre Zukunft zu gestalten.“ Beispiele zur Quartiersentwicklung wären:

Nachbarschaftseinrichtungen als Kristallisationspunkte; Neue Wohnformen im Stadtteil; Wohnumfeld im Quartier; Urban Gardening;  Neugestaltung von Plätzen unter Beteiligung aller und Übernahme der Patenschaft durch Stadtteilbewohner; Integrierte Quartierskonzepte;  Jugendbeteiligung bei der Quartiersentwicklung; Die Menschen mitnehmen: „Möglichkeitsräume“ für eigenverantwortliches Handeln und entsprechende Mitwirkungsmöglichkeiten an der sozialen und stadtgestalterischen Verbesserung.

Verwandte Artikel