Deutschland als Fossil auf der Klimakonferenz in Kattowitz

Foto: Pixabay/Kraftwerk, Energie, Strom

Wir alle konnten es dieses Jahr zum ersten Mal selbst hautnah spüren, die Heißzeit: Tropische Temperaturen an die 40 Grad, ausgetrocknete Bäche, Flüsse mit kaum Wasser, Bäume, die wegen des Ausbleibens von Niederschlägen  in Stress gerieten, Getreide, das kaum heranreifte und eine extreme Dürre, die den Boden stark ausgetrocknet hatte. „Heißzeit“ ist zum Wort des Jahres geworden. 

Die Forscher warnen seit einiger Zeit vor einer katastrophalen Erwärmung, aber beim Klimawandel tut sich wenig. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) lacht schamlos und hämisch in die Kamera und verkündet: „Wir haben uns Ziele vorgenommen, wir haben sie nur nicht umgesetzt.“ Deutschland ist mittlerweile im Vergleich zum Vorjahr um fünf Plätze auf Rang 27 abgestiegen. Es fehlt am Willen am Klimaschutz. Wir waren einst Champions der Energiewende und enttäuschen gerade in Kattowitz viele Erwartungen. Eigentlich sollte Deutschland mit einem Ergebnis aus der Kohlekommission zeigen, wie ein sozialverträglicher Abschied von den Fossilen Energieträgern aussehen kann. Aber das hat nicht geklappt. Dazu kommt, dass in unserem Land die CO2-Emissionen kaum sinken und das Klimaziel gekippt wurde. In Brüssel wehrt sich zudem Deutschland gegen schärferen Klimaschutz. Deutschland und insbesondere die SPD-Bundesumweltministerin Svenja Schulze enttäuscht auf ganzer Strecke.

Auch die SPD sollte es langsam wissen: Klimaschutz ist Industriepolitik, Sicherheitspolitik und gerade auch Sozialpolitik. Eine Regierung, die das nicht als oberste Maxime formuliert, schadet der Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Leider haben Union und SPD so viel Zeit verplempert, dass wir nur noch zwölf Monate Zeit haben, um die 20 ältesten Kohlekraftwerke abzuschalten. Es zählt jeder Tag und jedes Kraftwerk.

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