Foto: pixabay/Fahrräder

Der Nahverkehrs- oder Mobilitätskoordinator muss zukünftig eine zentrale Position in der Verwaltung bekommen

„Die durch den Weggang vakante Stelle von Simon Vogt – ehemals Koordinator für Nahmobilität“, so Holger Freitag, „ sollte so schnell wie möglich wieder besetzt werden.“ Egal wie die Stelle zukünftig heißt, der Nahmobilitäts- oder Mobilitätskoordinator sollte dann nach Vorstellung der Grünen auf alle Fälle eine zentrale Position in der Verwaltung haben, nach Möglichkeit auf der Ebene der Verwaltungsspitze. Denn der Wandel der Mobilitätskultur aber auch des Stadtbildes erfordern zukünftig eine Mobilitätspolitik, die die Lebensqualität der Bürger steigert. Dazu müssen Veränderungsprozesse initiiert und organisiert werden, die nur mit einem qualifizierten Stelleninhaber umzusetzen sind, der auch mit eigen Finanzmitteln und der der notwendigen Kompetenz ausgestattet ist.

Um Verkehr und Mobilität auf kommunaler Ebene gestalten zu können, bedarf es zugleich Kenntnisse der Mobilitätsbedürfnisse und ihrer Umgebung. Der Aufgabenbereich des letzten Nahmobilitätskoordinators war hierfür zu eingeschränkt, um diese Aufgabe bewältigen zu können. Zukünftig wird es aber darum gehen, eine Mobilität zu ermöglichen, die allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird und gleichzeitig ökologisch sinnvoll ist und zum Stadtbild passt. Dazu müssen Fragen gelöst werden, wie die Verkehrswege zu optimieren sind und wie die vorhandenen Flächen optimal für die veränderten Ansprüche genutzt werden können.

Besonders der Nahverkehr und mit ihm die Radverkehrspolitik muss darum als integrierter Ansatz konzipiert werden, der in alle Bereiche der Raumplanung, Stadtentwicklung und Verkehrsplanung mit einbezogen wird. Hier sollte unserer Ansicht nach der zukünftige Nahmobilitätskoordinator eine wichtige Koordinierungsaufgabe haben.

Letztendlich ist für die Zukunft eine hohe funktionale Vielfalt anzustreben, alle Verkehrsträger (Bus, Car-Sharing, Fahrrad, Fußverkehr) sollten dabei verknüpft, die stadtgerechte Mobilität gestärkt und der öffentliche Raum aufgewertet werden. Notwendig dabei ist nicht nur, die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs zu erhöhen, sondern auch die Sichtbarkeit der alternativen Verkehrsmittel, zu erhöhen. Politik muss diese Entwicklung im Sinne einer lebenswerten Stadt gestalten und begleiten. Zur Umsetzung benötigt sie eine qualifizierte Person, die mit der notwendigen Kompetenz ausstattet werden sollte.

Verwandte Artikel